Zwischen Vögeln unterwegs im Nationalpark Warthemündung

Start: Kostrzyń (für alle Routen), Chyrzyno (Tour über die Feuchtgebiete), Słońsk/Przyborów (Vogelroute), Kamień Mały (Erlenbrüche)

Länge der Routen:

  • Tour über die Feuchtgebiete ca. 1 km
  • Vogelroute 2 km
  • Erlenbrüche 3 km
  • Radroute über das Norddeichgebiet ca. 30 km

Anreise: mit dem Zug nach Kostrzyn und weiter mit dem Rad, bzw. direkt mit dem Auto an die Anfangsorte der Routen.

Beschaffenheit der Wege:

In Richtung Słońsk führt der Weg auf eine Bundesstraße entlang. In Richtung Gorzów Wielkoposki kann ein Radweg neben der Bundesstraße befahren werden. Ansonsten Nebenstraßen und gefestigte Feldwege.

Sehenswürdigkeiten:

  • Aussichtsturm in Chyrzyno
  • Weitere Aussichtstürme entlang der Routen
  • Versteckte Beobachtungshütte auf der Route Erlenbrüche

Im unteren Teil des Thorn-Eberswalder-Urstromtals, dort wo die Warthe in der Oder mündet, erstreckt sich ein Vogelparadies, der Nationalpark „Ujście Warty“. Hier kann der Mensch nicht nur das Rauschen und das Lärmen der vielen Vogelarten hören. Das Schutzgebiet, das aus einem dichten Netz von Kanälen und Altarmen besteht, dient seit Jahrhunderten der Entwässerung der Warthemündung. Dennoch kann das Wasserstand der Warthe nach einem schneereichen Winter um bis zu 5 Meter ansteigen. Dieses kann insbesondere in dem südlichen Teil des Parks beobachtet werden. Da die Warthe den Nationalpark teilt und der Damm nördlich der Warthe eine ausreichende Höhe aufweist, ist der sogenannter „Nordpolder“ so hohen Schwankungen des Wasserstandes nicht ausgesetzt.

Touristen können die Schönheit der Natur im Park ausschließlich auf den 60 Kilometern ausgewiesenen Wege bewundern. Die günstigste Zeit dafür ist der Frühling. Unabhängig von der Jahreszeit empfiehlt es sich, bevor man sich auf den Weg macht, sich über den Wasserstand im Park zu informieren. Es kann passieren, dass die Touristenrouten überflutet sind und der Besuch unmöglich ist. Im Park sind Routen sowohl für Wanderer wie auch für Radtouristen ausgewiesen. Die ersten Schritte können aus Kostrzyń auf dem Weg nach Słońsk zum Sitz der Parkverwaltung in Chyrzyno unternommen werden. Während der Öffnungszeit der Parkverwaltung können, neben den Informationen über den Park, der Turm bestiegen und der „Naturgarten der Sinne“ begangen werden. Der „Naturgarten der Sinne“ bereitet, da er in Form von interaktiven Spielen gestaltet ist, besonders den jüngeren Besuchern viel Freude.

Unweit des Verwaltungssitzes auf einer etwa 1 Kilometer langen Route können kleine und große Entdecker das Wissen über die Funktionen der Feuchtgebiete erwerben. Auf dem ca. 2 km langem „Betonweg“ aus Przyborów entlang Postomia kann auf der Vogelroute ein Blick in das Familienleben der Vögel geworfen werden.

Radfahrer finden eine geeignete Route im „Nordpolder“. Sie ist etwa 30 Kilometer lang, landschaftlich reizvoll und führt an einem Abschnitt der Warthe entlang.

Für die, die der Natur besonders nah kommen wollen, ist die Route „Erlenbrüche“ zu empfehlen. Am Ende der ca. 3 Kilometer langen Strecke, die durch den Johannisbeeren-Erlenwald zu Fuß zu absolvieren ist, erreichen die Naturfreunde unter den Touristen ein Versteck in einem Sumpfgebiet. Dort können die Vögel aus nächster Nähe beobachtet werden.