5 Wandertouren für die kalte Jahreszeit im Seenland Oder-Spree

Es wird stiller da draußen. Die Tage werden kürzer – und auch mal grauer und nass. Aber nichts, was uns wirklich davon abhalten könnte, die Schuhe zu schnüren und rauszugehen. Fünf Tipps zum Draußensein in der kalten Jahreszeit im Seenland Oder-Spree.

von Seenlandentdecker  ·  19. Dezember 2019

© Seenland Oder-Spree / Angelika Laslo

Schlaubetal

Im Sommer haben wir es getan - und sind fast den gesamt Schlaubetalwanderweg gelaufen. Los ging es an der Bremsdorfer Mühle und von dort bis nach Müllrose. Ganz so sportlich muss es jetzt nicht sein. In der kalten Jahreszeit ist es im Schlaubetal ziemlich still und mit etwas Glück hat Frau Holle ein bisschen Schnee über die Landschaft ausgeschüttelt. Genau richtig, um die Gedanken mal schweifen zu lassen. Zwischen dem Wirchensee und Kupferhammer lassen sich ganz einzelne kleine Touren machen. Eine Thermoskanne heißen Tee und ein bisschen Pausenversorgung und schon kann es losgehen.

Winter im Naturpark Schlaubetal, Schnee, Eis, Frost, Seenland Oder-Spree, Foto Seenland Oder-Spree
© Seenland Oder-Spree

Märkische Schweiz

Im kleinsten Naturpark Brandenburgs würden sich auch echte „Eidgenossen“ pudelwohl fühlen. Hier gibt es kleine Gipfel, tiefe Schluchten und weite Ausblicke. Wer vielleicht im Sommer schon einmal in der Märkischen Schweiz war und dann doch lieber im Schermützelsee baden war, kann jetzt die Wanderschuhe schnüren. Der Natura Trail ist auch jetzt im Winter ein echtes Schmankerl. Vom Dachsberg gibt es einen tollen Ausblick über den kleinen Tornowsee zum Echostein.

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© Touristinformation Märkische Schweiz

 

Durch die Rauener Berge

Eine Tour in die Zeit, als es noch kein Seenland Oder-Spree gab, ist die in den Rauener Bergen. Für die Tour bleibt das Auto einmal stehen. In Bad Saarow geht es hinter dem Hotel Esplanade in den Wald. Ziel sind die Markgrafensteine und der Aussichtsturm. Die beiden Findlinge sind die größten in Brandenburg. Die Weichseleiszeit hat die riesigen Steine aus Schweden bis an den Scharmützelsee transportiert. Aus einem Teil des Großen Markgrafensteins wurde die vor dem Alten Museum im Lustgarten in Berlin-Mitte stehende Granitschale gefertigt. Der Große Markgrafenstein hatte einen Umfang von 29,5 Metern (jetzt misst er „nur“ noch 17 Meter). Der Kleine Markgrafenstein ist fast sechs Meter hoch und wiegt fast 300 Tonnen. Vom Aussichtsturm nebenan gibt es einen tollen Ausblick auf den Scharmützelsee (1 Euro für den Aufstieg bereithalten. Automat nimmt 50 Cent und 1 Euro).

Aussichtsturm Rauener Berge, Winter, Foto Sandra Haß (1)
© Seenland Oder-Spree / Sandra Haß

 

Hoch hinaus in Bad Freienwalde

Bei Winter denken wir ja unweigerlich an Berge und schauen neidisch in Richtung Mittelgebirge, wo die Chancen immer noch besser sind, Schnee zu haben, als bei uns in Brandenburg. So ein bisschen Berg-Feeling bekomme ich immer in Bad Freienwalde. Auf dem Turmwanderweg gilt es auf zwölf Kilometer immerhin 490 Höhenmeter zu bewältigen. Und ein Gipfelkreuz als Fotomotiv gibt es auch.  Nach der Tour wartet als Belohnung im Oderbruchladen in der Bad Freienwalder Altstadt Kaffee und Kuchen

Bad Freienwalde, Wald, Winter, Seenland Oder-Spree, Foto Angelika Laslo (1)
© Seenland Oder-Spree / Angelika Laslo

 

Ein Katzensprung von Erkner nach Woltersdorf

Für alle, die am Sonntag schnell mal raus wollen, ist diese Tour auf dem 66-Seen-Wanderweg genau das Richtige. Es kann entweder in Erkner (Anreise mit der S-Bahn oder dem RE1) oder Woltersdorf losgehen. Die Fahrt mit in den historischen Straßenbahnwagen von/nach Woltersdorf ist auf jeden Fall ein Erlebnis. Der Weg führt genau am Flakensee entlang. Wer in Erkner startet, kann sich auf Kaffee und Kuchen im Café Knappe freuen. In Erkner gibt es im Café Fräulein Clara und im Eiscafé Bürgerle eine süße Belohnung.

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© Seenland Oder-Spree / Sandra Haß