Wanderzeit ist immer

5 Tourentipps für das ganze Jahr im Seenland Oder-Spree

© Seenland Oder-Spree / Florian Läufer

Für Kletterer: Oderlandweg

Den 60 Kilometer langen Oderlandweg läuft man am besten in Etappen. Wiederkommen ist also erwünscht. Der Deutsche Wanderverband hat den Oderlandweg mit dem Siegel „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“ ausgezeichnet. Für Frischluftliebhaber gibt es auf dem Weg das ganze Arsenal Brandenburg zu entdecken. Start und Ziel ist am Stadtsee in Wriezen. Über Altranft mit seinem Freiluftmuseum geht es nach Bad Freienwalde. Hier zeigt sich Brandenburg von seiner bergigen Seite. Unser Höhepunkt auf der Strecke ist der Bismarckturm.

SeenlandBismarckturm, Bad, Freienwalde, Herbst, Seenland Oder-Spree, Foto Seenlandentdecker (2)
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Diesen Abstecher sollten sie unbedingt machen. Die Aussicht über das Oderbruch von hier ist grandios ebenso wie von der Carlsburg.

Carlsburg, Bad Freienwalde, Ausblick, Herbst, Seenland Oder-Spree, Seenland Entdecker (3)
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Auf dem Weg Richtung Wriezen geht es durch den Gamengrund. Am Großen Gamensee eine Pause einlegen und den Blick genießen! Moorig wird rund um den Baasee bevor wieder das Ziel in Wriezen in Sicht kommt.  Als literarische Einstimmung können wir noch den historischen Roman „Die Gleichung des Lebens“ von Norman Ohler empfehlen, der die Erschließung des Oderbruchs erzählt.  

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Für Genießer: Schlaubetal

Was soll man mit Geheimtipps machen? Sie weiter für sich behalten oder doch anderen davon erzählen? Das Schlaubetal und der gleichnamige Naturpark sind etwas für Genießer. Auf dem Schlaubetalwanderweg lässt die ganze Pracht des schönsten Bachtals Brandenburgs erleben.

Naturpark Schlaubetal, Wanderung Aussichtspunkt, Seenland Oder-Spree, Foto Florian Läufer
© Seenland Oder-Spree / Florian Läufer

Die 25 Kilometer des Schlaubetalwanderweges erstrecken sich von Müllrose bis an den Wirchensee. Entlang des Weges schlängelt sich die Schlaube durch Täler und Wälder und füllt mit ihrem klaren Wasser viele Seen.

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© Seenland Oder-Spree / Katrin Riegel

Für kürzere Touren durch den Naturpark Schlaubetal empfiehlt sich eine Tour vom Gasthaus Kupferhammer über Siehdichum zurück nach Kupferhammer. Oder einmal rund um den Schervenzsee. Die Stille, die einen hier umgibt, bemerkt man erst, wenn man wieder zurück in der Stadt ist. Für eine zünftige Rast im Schlaubetal gibt es unterwegs zahlreiche Plätze für ein Picknick. Regionale Küche kommt in der Ragower Mühle sowie im Forsthaus Siehdichum auf die Teller!

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© Seenland Oder-Spree / Florian Läufer

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Der Kurze: Hangelsberg-Fangschleuse

Diese Tour ist etwas für Liebhaber der Kurzstrecke. Zwischen den beiden Bahnhöfen an der Strecke des Regionalexpress 1 liegen etwa 10 Kilometer durch den Wald und entlang der Löcknitz. Wir haben das einmal im Frühling ausprobiert und waren schwer begeistert. Die ersten Kilometer geht es fast schnurgrade durch den Wald, bis in Klein Wall die Löcknitz erreicht wird. In der hiesigen Forellenzucht sollten sie unbedingt Pause machen. Die Fischbrötchen sind frisch und äußerst lecker. Wer auch Angler ist, kann wiederkommen und seinen eigenen Fisch fangen. Die Erfolgsquote liegt hier bei 100 Prozent. Von Klein Wall schlängelt sich der Weg durch den Wald entlang der Löcknitz. Wild, wild, Brandenburg! Und ehe man sich versieht, ist auch schon der Bahnhof Fangschleuse und der RE1 erreicht.

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© Seenland Oder-Spree / Katrin Riegel

 

Viel frische Luft: Märkische Schweiz

Von der Märkischen Schweiz behauptete der Leibarzt des Preußenkönigs Friedrich Wilhelm IV., hier gehe die Lunge auf Samt. Das soll jeder Besucher am besten selbst herausfinden. Eine gute Gelegenheit dafür ist die 20 Kilometer lange Naturparkroute. Auch sie gehört zu den Qualitätswegen Wanderbares Deutschland und zu den schönsten Wanderrouten in Deutschland. Der zertifizierte Wanderweg führt am Schermützelsee vorbei durch wilde Täler und Schluchten, auf sanfte Hügel und immer wieder überraschende Aussichtspunkte.

Märkische Schweiz, Haus Tornow am See, Seenland Oder-Spree, Foto Katrin Riegel
© Seenland Oder-Spree / Katrin Riegel

 

Für alle, die kürzere Touren mögen, empfiehlt sich der Natura Trail. Drei zwischen fünf und sechs Kilometer lange Abschnitte führen rund um Buckow durch die Märkische Schweiz.

Naturparkroute Märkische Schweiz, Wandern, Stobber, Wald, Seenland Oder-Spree, Foto Florian Läufer  (17)
© Seenland Oder-Spree / Florian Läufer

Wenn noch Zeit ist, unbedingt noch ein bisschen durch Buckow, dem einzigen Kneipp-Kurort Brandenburgs, laufen. Oder noch einmal wiederkommen. Hier wechseln sich prächtige Villen mit Fachwerkhäusern ab, dreht sich ein Mühlrad am plätschernden Bach mitten im Ort.

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Kolossal: Rauener Berge

Die Wanderung in die Rauener Berge ist eine schöne Alternative zum Wellness-Angebot in Bad Saarow. Da „Waldbaden“ sowieso gerade in aller Munde ist, ist die Wanderung in die Rauener Berge eine schöne Alternative zum Wellness-Angebot von SaarowTherme & Co. Los geht es hinter dem Hotel Esplanade in Bad Saarow (eine andere Route beginnt in Petersdorf) und dann geht es über den gut ausgeschilderte Weg etwa vier Kilometer durch den Wald. Vom Aussichtsturm gibt es einen tollen Blick über den Scharmützelsee (für den Aufstieg 1,00 Euro in Münzen dabei haben!)

Aussichtsturm Rauen, Herbst, Seenland Oder-Spree, Foto Angelika Laslo
© Seenland Oder-Spree / Angelika Laslo

Bei gutem Wetter lassen sich der Berliner Fernsehturm und das Tropical Islands am Horizont ausmachen.

vom Aussichtsturm Rauen, Landschaft, See, Weite, Bäume, Wolken, Seenland Oder-Spree, Foto Angelika Laslo
© Seenland Oder-Spree/Angelika Laslo

Am Fuße des Aussichtsturms liegen die Markgrafensteine, die beiden größten Findlinge Brandenburgs! Die beiden mächtigen Kolosse wurden von der Saale- und Weichseleiszeit aus Schweden bis nach Brandenburg geschoben. Aus einem Teil des Großen Markgrafensteins wurde die vor dem Alten Museum im Lustgarten in Berlin-Mitte stehende Granitschale gefertigt.

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Text: Seenlandentdecker