Kleistpark Frankfurt (Oder)

Beschreibung

Wo heute Entspannung suchende Spaziergänger flanieren und Kinder ihren Spielen nachgehen, befand sich bis zu seiner Einebnung Anfang der 1950er Jahre der ehemalige Westfriedhof der Stadt Frankfurt (Oder), bevor er in dieser Zeit zum Volkspark umgestaltet wurde. Die Zerstörungen am Ende des II. Weltkrieges hatten ihn stark verwüstet, so dass dies notwendig wurde. Der heutige Kleistpark wurde im Jahre 1802 als der alte Stadtfriedhof am Westrand der Stadt angelegt. Seinen aktuellen Namen erhielt er anlässlich des Jubiläums der urkundlichen Ersterwähnung Frankfurts 1253 zu Ehren des bedeutendsten Sohnes der Stadt und Dichters Heinrich von Kleist.

Auf einer Fläche von rund 6 Hektar erstreckt sich das Areal mit einem schönen Baumbestand, Rasenflächen und Spielplätzen mit einer Seilbahn für die kleinen Besucher. In den verschiedenen Phasen seiner Existenz verringerte sich seine Größe durch verschiedene Baumaßnahmen um die Hälfte. Anfang der 1970er Jahre wurde eine Schnellstraße durch den Park gebaut und der dadurch abgeschnittene älteste Ostteil des ehemaligen Friedhofs mit Hochhäusern bebaut. Glücklicherweise konnten einige der alten Grabmäler im Park erhalten werden. So findet man beim Spaziergang das Grabmal der Ulrike von Kleist, das Grabmal des Orgelbaumeisters und Gründers einer der heute noch bedeutendsten deutschen Orgelbauanstalten Wilhelm Sauer oder das Grabmal Wilhelm Spiekers, Begründer des „Patriotischen Wochenblatts“.

Wenn auch nicht unmittelbar am Park gelegen, lohnt sich für Literaturfreunde, aber auch für historisch Interessierte, der Weg zum Kleist-Museum. Im Jahr 2013 wurde das seit 1969 bestehende Haus in der ehemaligen Garnisionsschule um einen modernen, lichtdurchfluteten Anbau erweitert. Die inzwischen verdoppelte Ausstellungsfläche führt die Besucher durch das Leben und Werk des berühmten Dichters und Dramatikers. Daneben werden auch die Biografien der Dichter Ewald Christian und Franz Alexander von Kleist gewürdigt. Allein die Besichtigung des Gebäudes der Garnisionsschule ist schon ein Besuch wert, denn sie wurde 1777 auf Initiative von Prinz Leopold von Braunschweig-Wolfenbüttel und Plänen des Frankfurter Bauinspektors Friedrich Martin Knoblauch als Spätbarockbau gebaut und 1778 für die Kinder der dort stationierten Soldaten eröffnet.

Baujahr: 1802
Anfahrt: Auto: A12 bis Abfahrt Frankfurt (Oder); Bahn: RE1 bis Frankfurt (Oder)

Karte & Anreise

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