Küstrin an der Oder (Kostrzyn nad Odrą) - Preußische Erinnerungsorte

Küstrin an der Oder (Kostrzyn nad Odrą) - Festungsmuseum
Küstrin an der Oder (Kostrzyn nad Odrą) - Festungsmuseum

Beschreibung

Friedrich II.: Fluchtversuch und Festungshaft

Um seinem strengen Vater zu entkommen, ergriff Friedrich II. 1730 die Flucht nach Frankreich. Der Fluchtversuch scheiterte jedoch, woraufhin sein Vater, König Friedrich Wilhelm I., ihn im Küstriner Schloss gefangen hielt. Sein enger Freund und Fluchthelfer, Hans Hermann von Katte, wurde am 6. November 1730 auf der Bastion Brandenburg der Festung Küstrin auf Befehl seines Vaters vor seinen Augen enthauptet.

Rückkehr in die Armee

Nach Aufhebung der Festungshaft am 19. November 1730 bezog der Kronprinz ein Haus in der Stadt und absolvierte neun Monate lang eine kameralistische Ausbildung an der dortigen Kriegs- und Domänenkammer, bis er wieder in die Armee aufgenommen wurde. Als die Festung Küstrin im Siebenjährigen Krieg von russischen Truppen belagert wurde, rückte König Friedrich II. mit seiner Armee an und schlug die Russen am 25. August 1758 östlich von Küstrin in der Schlacht bei Zorndorf.

Spaziergang durch das Küstriner Pompeji

Die Küstriner Altstadt mit der Festung wurde während des letzten Krieges total zerstört. 1994 wurde mit dem Wiederaufbau und der teilweisen Rekonstruktion dieses Stadtteils begonnen. Teile der ehemaligen Festungswerke, wie die Bastionen König, Königin, Brandenburg und Philipp und das befestigte Berliner und Kietzer Tor, sind heute noch erhalten, vom Küstriner Schloss und der Altstadt stehen derzeit nur die Grundmauern. Zu den historisch wertvollen Festungsbauten werden "Spaziergänge" mit speziell ausgebildeten Gästeführern angeboten.

Karte & Anreise

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Reiseauskunft der Deutschen Bahn AG

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