Oderbruchbahn-Radweg

Die Oderbruchbahn fährt schon lange nicht mehr zwischen Fürstenwalde und Wriezen. Aus der ehemaligen Bahnstrecke ist ein schöner Radweg geworden, auf dem heute statt Zügen nur noch Zweiräder rollen.

Radtour   Aufstieg   Abstieg   Länge   Dauer
mittel 413 m 374 m 142 km 27 h

Die Oderbruchbahn war mehr als ein halbes Jahrhundert so etwas wie die Lebensader der Region. Der erste Spatenstich erfolgte 1910. Bereits ein Jahr später ging die erste Strecke in Betrieb. Die letzte Teilstrecke wurde 1912 eingeweiht. ÜBer 40 Stationen gab es auf den insgesamt 111 Kilometern der Oderbruchbahn. Sie verband die kleinen und großen Orte des Oderbruchs und bot zugleich Anschluss an die große Metropole Berlin. Die Züge der Oderbruchbahn transportierten vor allem die Erzeugnisse der Bauern sowie die Produkte der Zucker- und Stärkefabriken und Brennereien nach Berlin. Der letzte Zug rollte im Jahr 1994 zwischen Dolgelin und Seelow auf der Oderbruchbahnlinie. Die anderen Streckenabschnitte wurden bereits in den 1960er und 1970er Jahren stillgelegt. Im Eisenbahnmuseum in Letschin wird diese Zeit wieder lebendig. Alte Stellwerksanlagen sind hier ebenso ausgestellt wie ein preußischer Abteilwagen.
Heute führt der Oderbruchbahn-Radweg durch die stille Landschaft des Oderbruchs. Und ist auch eine Reise zurück in die Anfänge es 20. Jahrhunderts und die Geschichte des Bahnverkehrs. In Groß Neuendorf wartet nicht nur eine große Schaukel zum Pausieren. Früher wurden hier zahlreiche Waen umgeschlagen, heute können Radler eine Nacht in einem Bahnwaggon verbringen - mit Blick auf die Oder natürlich.
Die Hauptroute des Radweges auf der ehemaligen Strecke der Oderbruchbahn führt von Fürstenwalde (oder von Müncheberg) bis nach Wriezen. Entlang der Strecke gibt es mehrere Möglichkeiten des Abzweigens. Von Müncheberg führt ein Abstecher in den wenige Kilometer entfernten Kurort Buckow mit dem Museum der Buckower Kleinbahn.
In Wriezen kann die Tour bis nach Bad Freienwalde verlängert werden. Und wer noch nicht in Zollbrücke war, nimmt in Karlshof den Abzweig in Richtung Oderdeich. Übrigens: weil die Fahrgäste früher während der Fahrt ihre Apfelreste aus dem Fenster warfen, gibt es so viele Apfelbäume an der Strecke.

Start: Müncheberg oder Fürstenwalde

Ziel: Wriezen

Logo / Wegstreckenzeichen: „grüne Bahntrasse der Oderbruchbahn mit blauem Band“ auf gelbem Grund

Anreise:

  • Bahn bis Müncheberg: ab Berlin Hauptbahnhof mit der S7 (Ahrensfelde) bis Berlin Lichtenberg. Hier weiter mit dem RB26 (Kostrzyn) bis Müncheberg (ca. 1h). Um von Buckow zu starten müsste allerdings noch eine Strecke von ca. 9 km geradelt werden.
  • Bahn bis Fürstenwalde: ab Berlin Hauptbahnhof mit dem RE1 nach Frankfurt (Oder) bis Fürstenwalde

Abreise:

  • Bahn: Ab Neumädewitz müsste die Tour verlassen werden, um im 3 km entfernten Wriezen den RB60 nach Eberswalde nehmen zu können. Ab hier geht es mit dem RE3 nach Berlin Hauptbahnhof (ca. 1,5h). Um bis an das Ende der Tour zu kommen, der Oderbrücke Bienenwerder, müsste ein Umweg von ca. 20 km in Kauf genommen werden (ab Neumädewitz bis zur Oderbrücke und zurück bis Wriezen).

Verlauf: (Buckow) - Müncheberg - Waldsieversdorf - Behlendorf (oder Fürstenwalde - Steinhöfel) - Falkenhagen - Seelow - Golzow - Kienitz - Groß Neuendorf - Neulewin - Wriezen - (Bienenwerder)

Kombinationsmöglichkeiten

  • Euroroute R1
  • Tour Brandenburg
  • Oder-Neiße-Radweg
  • Märkische Schlössertour

Wegebeschaffenheit / Streckenausbau: Der Weg führt über ausgebaute, asphaltierte Radwege. Kurze Abschnitte führen über Waldwege und verkehrsarme Straßen.

Karten / Literatur: "Seenland Oder-Spree (Landkreise Oder-Spree und Märkisch Oderland): Fahrrad- und Erlebniskarte", Maßstab 1 : 100.000 / 1 : 175.000 Landkarte-Folded Map, Verlag: Pietruska; Auflage: 4 (August 2017), ​ISBN 978-3-945138-01-4, 6,90 Euro

Karte & Anreise

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