Von Reitwein bis Gorgast – Auf der Alten Oder

Dem Alltag entfliehen, Stille und Natur genießen und die alte Oder in ihrer urspünglichen Form entdecken

  Länge   Dauer
13 km 4 h

Boote ohne Motorenlärm und die Stille kurvenreicher Fließe in unberührter Natur sind die Zutaten, die die Alte Oder zu einer idealen Wasserwanderroute machen. Aus der Historie ist die Begradigung und landwirtschaftliche Nutzbarmachung des Oderbruchs durch den Alten Fritz bekannt. Glücklicherweise ist hier der ursprüngliche Verlauf der Alten Oder erhalten geblieben und lädt zur entspannten Pappeltour in wunderschöner und ruhiger Natur ein.

Start: Wasserwanderrastplatz bei Reitwein
Ziel: Wasserwanderrastplatz bei Gorgast
Länge/Dauer: 13 km // ca. 4h

Anreise:

  • Ab Berlin mit dem PKW über die A113, A12 und die B112 zum Wasserwanderrastplatz bei Reitwein (1,5h)

Abreise:

  • Vom Wasserwanderrastplatz bei Gorgast nach Berlin über die B1/B5 (ca. 2h)

Tourenbeschreibung:
Der Startpunkt am Reitweiner Sporn, ein bewaldeter Höhenzug mit Luftkurortqualität, ist nicht nur ein Begriff für Wasserfreunde. Aufgrund seiner Hanglage treffen sich hier an sonnigen Wochenenden Gleitschirmflieger zum Ausflug und alljährlich zieht der Reitweiner Skater-Halbmarathon seine Anhänger an. Die unmittelbare Nähe zur begradigten Oder gefährdet das Areal bis an seine Anhöhen, durch immer wieder auftretende Hochwasser. Gedenksteine für die tragischen Hochwasser im Jahre 1947 und 1997 erinnern an dramatische Einsätze zur Dammrettung.

Tipp: Ein besonderer historischer Ort, den man in Reitwein nicht vergessen wird, ist der Unterstand des Oberbefehlshabers der Roten Armee in der legendären Schlacht um die Seelower Höhen. Das Wochenende nach Pfingsten ist für Reitwein ebenfalls ein fester Termin im Kalender: Der alljährliche Heiratsmarkt zieht seine Gäste an.

Traumhafte Aussichten und viel Schatten bieten die grünen Streifen in der Alten Oder, um dort zu verweilen und die Weite aufzunehmen. Bei Maschnow fließt der Oderverlauf unter der B1 hindurch, die altbekannte Ost-Westverbindung Deutschlands auf dem Landweg. Der Wasserpfad führt kurz darauf unter der Bahnlinie Berlin-Küstrin/Kietz-Kostrzyn hindurch.

Am Wasserwanderrastplatz in unmittelbarer Nähe des Ortskerns von Gorgast liegt das Ziel der Tour. In Gorgast ist das 1880 erbaute Fort, das aufgrund mangelnder strategischer Bedeutung für das Militär weitestgehend unzerstört blieb, einen Besuch wert. Unweit davon liegt das, durch die Langzeitdokumentation des Filmemachers Winfried Junge „Die Kinder von Golzow“ bekannt gewordene, Dorf Golzow. Ein Filmmuseum reflektiert die Geschichte in einer Chronik und Ausstellung.

Tipp: Von Gorgast ist es nur ein Katzensprung von 5 km über die Oder auf die polnische Seite. Lohnenswert ist dort ein Besuch der Festung Küstrin, in der zum Beispiel der Jugendfreund Friedrichs II. hingerichtet wurde. Teile der Festung sind wieder sichtbar gemacht worden, während andere von der Natur eingenommen wurden.

Nautische Informationen: ursprünglich, besondere Flora und Fauna

Karten / Literatur:

  • "DKV-Gewässerführer für Ostdeutschland: Kanuführer für Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Berlin, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Sachsen (DKV-Regionalführer)", Deutscher Kanu-Verband; Auflage: 4 (1. April 2011), ISBN-13: 978-3937743288, 19,95 Euro
  • "TourenAtlas Wasserwandern / TA5 Berlin-Brandenburg mit Spreewald: Oder, Havel, Spree + Nebengewässer", 1:75.000 & 1:25.000, Verlag: Jübermann, Auflage: 5 (5. Juli 2013), ISBN-13: 978-3929540666, 25,- Euro

Karte & Anreise

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