Die älteste Apfelbaumallee Brandenburgs im Seenland Oder-Spree

Sie tragen klangvolle Namen wie Ochsennase, Hasenköppe oder Schafsnase und hängen an den Ästen der ältesten Apfelbaumallee Brandenburgs. Die Bäume stehen seit über 200 Jahren zwischen Tempelberg und Gölsdorf im Landkreis Oder-Spree. Ihre Früchte sind nicht nur schmackhaft, sondern auch interessant für die Forschung.

Wenn Apfelexperte Dr. Hilmar Schwärzel die Obstbaumallee bei Tempelberg (Oder-Spree) entlang spaziert, dann kommt der Wissenschaftler ins Schwärmen. "Das ist die rot gestreifte gelbe Schafsnase, dieser Baum stammt aus dem Jahr 1804, und dieser hat inzwischen einen Stammumfang von 2,75 Metern", erklärt der Forscher vom Müncheberger Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) im Vorbeigehen.

Selbstpflücke Apfel Müncheberg
© Seenland Oder-Spree/Florian Läufer

80 verschiedene Obstbaumsorten wurden hier in den vergangenen 200 Jahren gepflanzt. 1804 ließ der damalige Reichskanzlers und Graf Karl August von Hardenberg die ersten Apfelbäume setzen. "Graf Hardenberg hatte sich aus dem Elsass einen Gärtner mitgebracht, der etwa bis 1830 fruchtbar in der Gegend gewirkt hat", erklärt Apfelexperte Schwärzel.

Bis heute hat ein Teil dieser Apfelbäume überlebt. Knorrig, etwas schief und voller Äpfel trotzen sie Wind und Wetter. "Mir ist es wichtig, dass die Leute vor Ort - auch die Landwirte - dieses Kleinod wertschätzen", erklärt Kerstin Hellmich. Die Tempelbergerin kümmert sich um die Erhaltung dieses brandenburgischen Kulturgutes.

Als erster Schritt wurde deshalb eine Infotafel aufgestellt. Außerdem soll eine Broschüre folgen, die über die phantasievollen Namen, das Alter und die Geschichte der Allee aufklärt.

Apfel in der Hand
© Seenland Oder-Spree/Florian Läufer

Doch nicht nur kulturhistorisch sind die Tempelberger Apfelbäume ein Schatz. Auch für die Wissenschaftler vom ZALF hat die Apfelbaumallee eine besondere Bedeutung. "Wir haben hier das große Glück, dass die Bäume bewiesen haben, dass sie über viele Jahrzehnte und über die Jahrhunderte an diesem Standort zurechtkommen, und das trotz der klimatischen Schwankungen", erklärt Hans-Peter Ende als Projektleiter vom ZALF. "Hier können wir die Frage der Zukunft beantworten, mit welchem Klima die Bäume am besten zurechtkommen", so der Forstwissenschaftler, der sich besonders für die Fähigkeit der Bäume interessiert, sich klimatisch anzupassen. (Quelle: rbb-Bericht, Eva Kirchner)

Äpfel flücken Herr Schwärzel
© Seenland Oder-Spree/Florian Läufer

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