Bibi und Tina auf Schloss Reichenow

Bei der vierteiligen Amazon Prime-Verfilmung von „Bibi und Tina“ haben die Locationscouts hervorragendes Gespür bewiesen, als sie wieder einmal in Märkisch-Oderland bei Hotellier Jan Eilers fündig wurden und das Hotel Schloss Reichenow als Drehort für die im 1. Halbjahr 2020 neu erscheinende Jugendserie casteten, nachdem Regisseur Detlev Buck bereits 2015 in der Märkischen Schweiz drehte.

21. Oktober 2019

© Schloss Reichenow

Ein Schloss voller Künstler

Es war dann auch so, wie man es sich im Film vorstellt. Wochenlang beherrschte Equipment für Kamera- und Tontechnik die Flure des edlen 4-Sterne-Hotels, das sonst seine Gäste durch Ruhe, Beschaulichkeit und Entspannung anzieht. Doch die Arbeit mit Regisseur Detlev Buck und seinem Filmteam war sehr spannend und interessant zugleich. Natürlich konnten dort währenddessen keine anderen Gäste wohnen, obwohl sie es sicher gerade dann zu gern getan hätten, um Mäuschen am Set zu spielen.

Bibi und Tina
© Möller Medienagentur

Sommer auf dem „Martinshof

Die Handlung von „Bibi und Tina“ ist sicher allen Fans bestens bekannt, die Detlev Buck schon einmal 2014 auf die Leinwand brachte. Er drehte schon die 3. Folge „Bibi & Tina – Mädchen gegen Jungs“ in der Nähe von Buckow. In der neuen Serie verleben die beiden Protagonistinnen einen heißen Sommer auf dem Hof und müssen mit ihren beiden Pferden verschiedene Abenteuer meistern. Die sehr aktuelle Klimaproblematik wurde dabei geschickt in die Story eingeflochten, in dem heiße Wetterphänomene in der Handlung aufgegriffen werden. Schlossherr während des Films war Graf Falko von Falkenstein, dargestellt von Holger Stockhaus, dem Hotelchef Jan Eilers für die Dreharbeiten sein Domizil gern überließ. Vielleicht erkennen Sie ja Schloss Reichenow in einer Szene von „Bibi und Tina“ wieder!

Schloss Reichenow
© Schloss Reichenow

Kulinarik-Tipp
Das Schlossrestaurant in Reichenow folgt einer einfachen und klaren Philosophie: regional, nachhaltig, frisch und bodenständig. Die Schlossküche gehört laut „Gault & Millau“ zu den besten Restaurants Brandenburgs.

 

Drehort Märkische Schweiz

Generell ist die märchenhafte Landschaft der Märkischen Schweiz bei Regisseuren sehr beliebt, da sie wunderschöne Szenenbilder liefert. Auch die unmittelbare Nähe zu den Filmstudios in Berlin/Babelsberg lassen Dreharbeiten leichter realisieren. Die Tradition reicht dabei weit in die Anfänge der deutschen Filmgeschichte zurück. Angefangen vom 1941 gedrehten „Sophienlund“ (Regie Heinz Rühmann), über DDR-Produktionen wie „Auf der Flucht erschossen“ (1962), „Die unwürdige Greisin“ (1984) mit Hanne Hiob, dem Mehrteiler „Marie Grubbe“ (1989) bis hin zu „Burnout im Wald“ (2013).

Schermützelsee in Buckow im Winter, Märkische Schweiz, Seenland Oder-Spree, Foto: Florian Läufer
© Seenland Oder-Spree/Florian Läufer