Kleine Mönchstour

Das Kloster Neuzelle zählt mit seinen beiden Barockkirchen, dem spätgotischen Kreuzgang, dem Museum Himmlisches Theater und den barocken Klostergärten zu den größten Barockdenkmalen in Nord­ und Ostdeutschland. Vor über 750 Jahren siedelten sich hier die ersten Zisterziensermönche an und prägten 550 Jahre die Region. 1817 löste der preußische Staat das Kloster auf. Genau 200 Jahre sollte es dauern, bis sich wieder Mönche im Kloster Neuzelle ansiedelten.

22. Juni 2020
  • © Dante Busquets,Zisterzienserpriorat Neuzelle

  • © Florian Läufer

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  • Kloster Neuzelle

    Kloster Neuzelle  © Seenland Oder-Spree e.V./Florian Läufer

  • © Florian Läufer

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Die Mönchstour

Spirituell kann der Tag in Neuzelle gestartet werden. Denn wer Lust hat, kann gern am morgendlichen Chorgebet der Mönche teilnehmen. Nach einem stillen Gebet in der katholischen Stiftskirche kann die Tour starten. Vom Kloster aus gelangt man schnell zum Oder-Neiße-Radweg, einem der schönsten und beliebtesten Radwege Deutschlands. Beim Radeln kann man den weiten Blick über die tischebenen Auen genießen und den Blick in die Ferne schweifen lassen.

Wegbeschaffenheit

Wegbeschaffenheit

ca. 39 km

ausgebaute Radwege, 
unbefestigte Feld­ und Waldwege,
Landstraße, eben bis leichte Steigungen.

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Oder-Neiße-Radweg, Radfahren, Seenland Oder-Spree, Foto Florian Läufer

Rehe, die geruhsam grasen, Störche, die über die Wiesen waten, Frösche, die quaken und Vögel, die in die Lüfte steigen, sind ständige Wegbegleiter bis nach Ratzdorf. Schon von Weitem ist das berühmte Pegelhaus zu sehen. Umgeben von einer wunderbaren Stille, wird der Augenblick zu einem Genuss. Es ist immer wieder ein faszinierender Anblick, wenn das Wasser der kleinen quirligen Neiße in die große Oder eintaucht und man gedankenversunken dem Naturschauspiel zuschaut.

Oder-Neiße-Radweg_Radfahren_Ratzdorf, Wasser_Seenland Oder-Spree, Foto Florian Läufer (25)
© Seeland Oder-Spree / Florian Läufer

Im Ort lädt die kleine Kirche, die eine ganz besondere Geschichte hat, zur Besichtigung ein. Nur einen Steinwurf entfernt auf dem Friedhof befindet sich die Gruft einer reichen Kaufmannsfamilie.
Die Tour führt auf dem Oder-Neiße-Radweg weiter bis nach Coschen. Kleiner Tipp : hier kann man auf der neuerrichteten Brücke „Neißewelle“ einen kleinen Abstecher in das benachbarte Polen machen.

Tipp: Radverleih in der Besucherinformation Neuzelle

Tipp: Radverleih in der Besucherinformation Neuzelle

Wer gern Fahrrad fährt, kann sich in der Besucherinformation ein E-­Bike oder Tourenrad ausleihen. 
Ganzjährig stehen 4 Räder zur Verfügung. Eine Vorreservierung wird empfohlen.

Besucherinformation Neuzelle

Besucherinformation Neuzelle

Stiftsplatz 7
15898 Neuzelle
Tel.: 033652 6102 
tourismus@neuzelle.de
www.neuzelle.de

Die Gegend um Ratzdorf und Coschen ist für Radfahrer äußerst attraktiv, denn in ruhiger Landschaft geht es vorbei an alten Friedhöfen und steinernen Zeitzeugen, die Auskunft über  das Leben von früher geben. Am Ortseingang von Breslack befindet sich links der alte Friedhof. Die zum Teil mehr als 100 Jahre alten Grabsteine erzählen von der Geschichte des Dorfes und seiner Menschen.
Auf der Tour gibt es immer wieder etwas am Wegesrand zu entdecken. So auch in Wellmitz, einem alten Bauerndorf. Die Kirche ragt auf dem Anger weit in den Himmel und ist von einem alten Friedhof umgeben. 4 sagenumwobene Sühnekreuze wollen hier entdeckt werden.

Oder-Neiße-Radweg
© Seenland Oder-Spree e.V./Florian Läufer

Von der Oderniederung führt die kleine Mönchstour hinauf auf die Lieberoser Hochfläche, einer von der Eiszeit geprägten Landschaft mit sandigen Höhen und lehmigen Tälern. Das Dorchetal bildet zu den tischebenen Auen einen herrlichen Kontrast, denn das kleine Bachtal ist geprägt von seinen tiefen Einschnitten. Besonders idyllisch zeigen sich die alten Mühlen, die einst vom Wasser der Dorche an getrieben wurden. Die Schwerzkoer Mühle ist die letzte funktionstüchtige Mühle am Dorchebach.

Schwerzkoer Mühle
© Seenland Oder-Spree e.V./Florian Läufer

Kleiner Tipp : das Fahrrad einfach abstellen und eine kleine Wanderung durch das Dorchetal starten. Die tiefen Schluchten und Einschnitte lassen den Eindruck erwecken, dass man sich in einem Mittelgebirge befindet.
Weiter führt die Tour jetzt zum Erholungsort Neuzelle zurück.

Kloster Neuzelle
Kloster Neuzelle - © Seenland Oder-Spree e.V./Florian Läufer

Unser ganz persönlicher Ausflugstipp: die Henzendorfer Heide

Sie ist ein Teil des Naturparks Schlaubetal und erstreckt sich über weite Flächen. Die Henzendorfer Heide ist ein faszinierender Natur- und Landschaftsraum. Zu allen Jahreszeiten zeigt sie sich anders. Im August / September ist sie am schönsten, denn dann legt sich ein violetter Teppich über das weite Land. Wer das Heide kraut einmal blühen sah, ist begeistert und kommt immer wieder.

Henzendorfer Heide
Henzendorfer Heide - © TMB Fotoarchiv/Steffen Lehmann

Vom Aussichtsturm hat man den fantastischen Blick über das prachtvolle Blütenmeer. Auf einem neu angelegten Naturlehrpfad erfährt der Besucher alles über die Heide und deren Bewohner.