Oder-Spree-Tour

Radprofil würden die Kilometer an einem Tag schaffen. Aber es gibt zwischen Erkner und Eisenhüttenstadt so viel zu sehen, dass Sie lieber einen Gang runterschalten sollten. Der Rundkurs ist vor allem eine Tour der Gegensätze. Auf der Oder-Spree-Tour wechseln sich beeindruckende Landschaften und spannende Museen ab.

Radtour   Aufstieg   Abstieg   Länge   Dauer
mittel 1010 m 1020 m 237 km 14.15 h

Eine Frage für Kreuzworträtsel- Fans! Wie viel Dome gibt es in Brandenburg? Genau zwei und einer steht in Fürstenwalde an der Spree. Der beeindruckende Dom St. Marien mit seinen 68 Meter hohen Turm ist schon von Weitem zu sehen. In den letzten Tagen des 2. Weltkrieges zerstört, wurde das Bauwerk wieder vollständig aufgebaut. Das Sakramentenhaus im Dom ist über 500 Jahre alt, eine architektonische Seltenheit.
Ein paar Kilometer später, den Fahrtwind um die Nase, geht es am Oder-Spree-Kanal in Richtung Müllrose. Hier, am Ufer des Großen Müllroser Sees, steht die letzte noch arbeitende Mühle des Schlaubetals. Auf dem Oder-Neiße-Radweg geht es in Richtung Eisenhüttenstadt und Kloster Neuzelle. Die Stadt, die auf dem Reißbrett geplant wurde und das Barockwunder Brandenburgs können architektonisch nicht verschiedener sein. In Eisenhüttenstadt haben klare Linien die Oberhand. Das Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR ift einen aufregenden Blick zurück in die jüngere deutsche Geschichte. Ganz anders hingegen Neuzelle. Die prächtige Ausstattung des Klosters ist ein Fest für die Augen. Stellen Sie Ihr Rad ab und erkunden Sie das Areal mit dem prächtigen Barockgarten. Die Fahrt durch den Naturpark Schlaubetal ist auf andere Weise spektakulär. Hier warten versteckte Seen im Wald und die eine oder andere Schussfahrt.
Durch die historische Altstadt von Beeskow sollten Sie unbedingt eine Runde drehen. Die Kulisse der Altstadt mit Stadtmauer, der Kirche St. Marien und der Burg ist Mittelalter pur. Das Musikmuseum sollte Sie keinesfalls verpassen. Die eindrucksvolle Sammlung zeigt Instrumente von kleinen Spieldöschen bis zum großen Musikautomaten.
An Lindenberg, zwischen Beeskow und Storkow, mit dem einmaligen Wettermuseum sollte Sie nicht vorbeifahren. 1905 wurde hier das Königlich-Preußische Aeronautische Observatorium gegründet. Bis heute liefert das Observatorium wertvolle Wetterdaten.
Die nächste Burg wartet in Storkow. In der über 800 Jahre alten Burg gibt es eine sehenswerte Ausstellung über die Region zwischen den Flüssen Dahme, Spree und Oder. Wenn sich die hölzerne Zugbrücke in der Altstadt hebt, die nach niederländischem Vorbild gebaut wurde, klicken die Fotoapparate.
Theodor Fontane adelte den Scharmützelsee einst als das "Märkische Meer". Dass Sie in Wendisch Rietz oder im Kurort Bad Saarow zumindest einmal die Füße ins Wasser halten sollten, versteht sich von selbst. In Bad Saarow lässt sich aber auch ein längerer Stopp einlegen. Zum Beispiel in der SaarowTherme oder bei einem Spaziergang durch den Kurpark, am Ufer des Scharmützelsees.
In Erkner, kurz vor der Berliner Stadtgrenze, verbrachte der Schriftsteller und Literaturnobelpreisträger Gerhart Hauptmann ("Die Weber") einige Jahre. Sein Wohnhaus ist heute ein Museum.

Start / Ziel: Fürstenwalde

Logo / Wegstreckenzeichen: „Naturpark-Eule“ auf gelbem Grund

Anreise / Abreise:

  • Bahn: ab Berlin Hauptbahnhof mit dem RE1 nach Frankfurt/Oder.
  • PKW: ab Berlin über die A10, A12.

Kombinationsmöglichkeiten:

  • Spreeradweg
  • Gurkenradweg
  • Tour Brandenburg
  • Oder-Neiße-Radweg
  • Märkische Schlössertour
  • Euroroute R1

Wegebeschaffenheit / Streckenausbau: Der Weg führt über ausgebaute, asphaltierte Radwege. Kurze Abschnitte führen über Waldwege.

Kartenempfehlung
Rad- und Freizeitkarte „Seenland Oder-Spree Gesamtgebiet" 1:100.000, ISBN 978-3-945138-01-4, 6,90 Euro zzgl. Versandkosten

Karte & Anreise

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