© TMB-Fotoarchiv/Steffen Lehmann

Kloster Lehnin - wo Brandenburg begann...

Auf einen Blick

  • Lehnin
Während des 30-jährigen Krieges sind zahlreiche Klöster in der Mark verwüstet worden. Auch das Lehniner Kloster und die umliegenden Ortschaften erlebten mehrfach Plünderungen und Brandschatzungen. Im 17. Jahrhundert entwickelte sich in Lehnin ein bescheidenes höfisches Leben. Der Große Kurfürst hatte das bereits verfallene Konversengebäude zu einem Jagdschloss ausgebaut. Seine erste Gemahlin, Kurfürstin Luise-Henriette von Oranien hielt sich mit Vorliebe auf ihrem Sommersitz Lehnin auf.
Nachdem im 18. Jahrhundert nicht nur die Klausur und der Kreuzgang sondern auch große Teile der Klosterkirche verfallen und abgetragen waren, richtete sich Mitte des 19. Jahrhunderts wieder das Interesse auf das Kloster Lehnin. So wurde die Klosterkirche in den Jahren 1871-77 wiederaufgebaut. Sie stellt sich damit heute als frühes Meisterstück der modernen Denkmalpflege dar. Die schlichte Architektursprache der Zisterzienser kann so wieder erlebt werden.
Seit 1911 befindet sich auf dem ehemaligen Klostergelände das Luise-Henrietten-Stift, eine diakonische Einrichtung der Landeskirche Berlin-Brandenburg. Die Klosterkirche wird von der Evangelischen St. Marien-Klosterkirchengemeinde als Gemeindekirche genutzt. Das ehemalige Zisterzienserkloster Lehnin bildet einen touristischen Höhepunkt zwischen Potsdam und Brandenburg. Viele tausend Besucher im Jahr genießen die Ruhe des Ortes. Es gibt wohl kaum jemanden, dem sich beim Verweilen in den altehrwürdigen Gemäuern nicht eine Ahnung von der reichen Geschichte des Ortes einstellt. Im Kräutergarten des Klosters werden Führungen angeboten, der Hofladen der Gärtnerei bietet allerlei Kräuterspezialitäten zum Verkauf an.

Auf der Karte


Klosterkirchplatz 1-19
14797 Lehnin
Deutschland

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