Beeskows Vergangenheit

Beeskow liegt im Osten des Landes Brandenburg, etwa 80 Kilometer südöstlich von Berlin und etwa 30 Kilometer südwestlich von Frankfurt/Oder. Die Einwohnerzahl liegt bei ca. 8.000. Als Kreisstadt nimmt Beeskow eine Umlandfunktion für ca. 20.000 Einwohner wahr.

01. April 2020
  • © Florian Läufer

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  • © Seenland Oder-Spree/Florian Läufer

Der historische Stadtkern, umgeben von der fast vollständig erhaltenen Stadtmauer, macht den besonderen Charakter Beeskows aus und lädt Besucher ein, seine spannende Geschichte zu erkunden. Die Marienkirche, eine der größten Kirchen der Mark Brandenburg, das "Älteste Haus" oder die Burg,  Wohn- und Geschäftshäuser, teilweise aus dem 17. Jahrhundert, welche entsprechend den sanierungsrechtlichen und denkmalpflegerischen Anforderungen, mit sehr viel Liebe instand gesetzt wurden, sind im Stadtkern zu bestaunen. Am Marktplatz kreuzten sich einst zwei wichtige Handelswege und ließen im Mittelalter ein reges Markttreiben entstehen.

Stadtmauer und Mäuseturm Beeskow
© Kristin Block

Die charakteristischen sechs Türme Beeskows, die die Altstadt verbunden durch die Stadtmauer umgeben, sind ein auffälliges Merkmal der Stadt Beeskow. Zu ihnen zählen der Mäuseturm, der Storchenturm, der Münzturm, der Luckauer Torturm, der Darrturm und der Pulverturm.

Stadtmauer Beeskow
© Carola Zenker

Burg Beeskow

Sie wurde im Schutze ihres historischen Wahrzeichens, der Burg Beeskow, im 13. Jahrhundert rund um den Marktplatz erbaut.

Als Wasserburg mit einem Wasserburggraben, Burgmauer und 27 m hohen Bergfried mit Aussichtsplattform angelegt, erlangte die Burg nach der deutschen Einheit als Ausstellungsort für ehemalige DDR-Kunst über die Region hinaus große Aufmerksamkeit. Auf dem Gelände finden regelmäßig sehenswerte kulturelle Veranstaltungen, Feste und Ausstellungen statt.

Backstein auf Feldstein – so bauten die Herren von Strele vor mehr als 750 Jahren Burgen in Beeskow, Storkow und Friedland. Die Burg Beeskow wurde ab 1992 nach und nach zu einem Kultur- und Bildungszentrum umgestaltet. Seitdem erwecken Theateraufführungen, Konzerte und Feste das alte Gemäuer regelmäßig zum Leben. Spannende Museen, wie das Musikmuseum, das Museum Oder-Spree und das Kunstarchiv, können im Rahmen von Führungen oder individuell erlebt werden. Wer hoch hinaus möchte, besteigt den 30 m hohen Bergfried. Seine Aussichtsplattform bietet einen eindrucksvollen Blick auf die Stadt und ihre Umgebung.

Burg Beeskow2
© Florian Läufer

In der Kirchgasse der Beeskower Altstadt befindet sich das Älteste Haus der östlichen Mark Brandenburg. Untersuchungen am Holz ergaben als Fälldaten die Jahre 1482 und 1485. Beim letzten großen Stadtbrand 1513 wurde das ursprüngliche Nebengebäude nur teilweise zerstört und als eines der wenigen stehengebliebenen Häuser wieder instandgesetzt. Bis 1983 war das Haus noch bewohnt. Bis 1995 wurde das historische Fachwerkhaus denkmalgerecht saniert und ist seit 2020 von außen zu besichtigen.

Ältestes Haus Beeskow
© Kristin Block

In den Jahren 1370 bis 1380 begann der Bau der heute bekannten Beeskower St. Marienkirche, die mehrfach durch Blitzeinschläge oder Stadtbrände sowie im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde. 1976 begannen Sicherungsarbeiten. Die St. Marien Pfarrkirche zählt zu den größten Kirchen der Mark Brandenburg (Länge: ca. 60 Meter, Breite: ca. 34 Meter, Turmhöhe Westturm: ca. 47 Meter)

St. Merienkirche Beeskow
St. Marienkirche - © Kristin Block

Heute finden jährlich, von Beeskowern geliebte Feste, wie zum Beispiel das Stadtfest, Anradeln, die Lange Nacht und auch der Weihnachtsmarkt statt. Besuchen Sie die Kreisstadt und machen sich selbst ein Bild!