Burg Beeskow

Wenn Sie in Beeskow Urlaub machen, dürfen Sie einen Besuch auf der Burg nicht auslassen. Hier erwartet Sie das Musikmuseum, Dauer- und Sonderausstellungen, verschiedene Veranstaltungen & Aufführungen, ein Kunstarchiv als auch ein eigenes Burg-Café.

01. April 2020
  • © Florian Läufer

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  • © Johann Müller

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Die Burg Beeskow, in der ältesten Urkunde der Stadt 1316 bereits erwähnt, kann auf eine wechselvolle Bau- und Nutzungsgeschichte zurückblicken. Sie gehörte damals den Herren von Strehle, den Besitzern der Herrschaft Beeskow-Storkow, und bildete mit den Burganlagen von Lieberose, Friedland und Storkow sowie weiteren kleinen Befestigungen ein dichtes Netz von Wasserburgen.

Burg Beeskow
© Johann Müller

Durch Erbschaft ging die Herrschaft zwischen 1377 und 1382 an die Herren zu Bieberstein. 1518 erwarb der Bischof von Lebus, Dietrich von Bülow, die Burg. In den nächsten Jahren folgten umfangreiche Bauarbeiten zur Sanierung der Gebäude.1555/56 gelangte das bischöfliche Anwesen als Pfandbesitz an den Markgrafen Johann von Küstrin. Von dessen Erben übernahm es im Jahre 1575 der Kurfürst von Brandenburg. Seitdem blieb das Burggelände im Besitz der Hohenzollern und diente bis 1915 als Verwaltungsgebäude. Danach erwarb die Stadt das Anwesen und nutzte es ebenfalls für Wirtschafts- und Verwaltungszwecke.

Der Bergfried

Der Bergfried

Der in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts errichtete Bergfried, der höchst wahrscheinlich nicht konkreten militärischen Zwecken diente, ist heute zu besichtigen. Die Aussichtsplattform des 30 m hohen Turms bietet einen eindrucksvollen Blick auf die Stadt Beeskow und ihre nähere Umgebung.

1945 brannte nach Angriffen der Ostflügel aus, trotzdem blieb der größte Teil der Burganlage erhalten und konnte nach Aufräumungsarbeiten als Unterkunft für Flüchtlingsfamilien genutzt werden. 1991 beschloss das Kreisparlament den gesamten Burgkomplex zu einem Kultur- und Bildungszentrum umzugestalten. Seither befindet sich das 2017 fertiggestellte Ausstellungszentrum mit Wechselausstellungen in der Galerie und unterm Dach.

Der Folterkeller

Der Folterkeller

Der Salzkeller rekonstruiert die grausamen Foltermethoden, wie sie bis zu den Rechtsreformen des 18. Jahrhunderts angewandt wurden. Die Folterinstrumente, wie der Pranger, der Stachelstuhl oder die Streckbank und die schauderhaften Gruselfiguren geben einen kleinen Eindruck über die damaligen strafrechtlichen Verfahren.

Historische Ausstellungen zur Beeskower Region, zeitgenössische Kunst sowie ein wunderbarer Blick vom 30m hohen Bergfried auf die Stadt und die Spreelandschaft um Beeskow sind außerdem zu erleben.
Seit Mai 2018 steht das umfänglich sanierte Alte Amtshaus mit Konzert- und Balkensaal im Erdgeschoss für Theater, Konzerte und Lesungen offen. Im Obergeschoss begeistert zudem das Museum mechanischer Musikinstrumente nicht nur Musikliebhaber mit seinen Führungen. Sehenswert ist zudem das neue Regionalmuseum, das Museum Oder-Spree unterm Dach.

Das Regionalmuseum

Das Regionalmuseum

Die Ausstellung zeigt eine Vielzahl von Alltagsgegenständen aus dem 16. bis zum 20. Jahrhundert. Beeindruckend sind vor allem die Glocke der ehemaligen Hospitalkirche zu Beeskow mit einem Durchmesser von 48 cm und die Skulptur des Erzengels Michael. Die Geschichte Beeskows wird an den Wandtafeln anschaulich dargestellt.

Das Vorsteherhaus bietet Wohn- und Arbeitsräume für das jährlich ausgeschriebene Amt der Burgschreiber/in. Im Burghof finden jährlich wiederkehrendes Sommertheater, Burgfeste und das Musiktheaterfestival Oper Oder-Spree statt.