Die Stadt vom Reißbrett

07. April 2020
  • © Seenland Oder-Spree / Florian Läufer

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Die Planung der Stadt

In kaum einem anderen Ort Brandenburgs wird jüngste deutsche Geschichte so hautnah erlebbar wie in der Planstadt Eisenhüttenstadt, auf dem Reißbrett in den 50er Jahren entstanden. Die sozialistische Wohnstadt wurde neben dem bereits im 13. Jahrhundert gegründeten historischen Ort Fürstenberg/Oder errichtet, in erster Linie für die Beschäftigung des aufstrebenden Eisenhüttenkombinates Ost (EKO).

Rasantes Wachstum

Die Stadt wuchs kontinuierlich mit der Entwicklung des Werkes, Ende der 80er Jahre lebten mehr als 50.000 Einwohner in dem Ort an der Oder. Als „erste sozialistische Stadt“ erhielt der neue Wohnort den Namen „Stalinstadt“ bis 1961. Dann wurde Fürstenberg mit seinem Ortsteil Schönfließ mit Stalinstadt zusammengelegt und in Eisenhüttenstadt umbenannt.

Weitere Geschichte

1986 schloss die Kommune mit Saarlouis im Saarland die erste deutschdeutsche Städtepartnerschaft. Das Stadtbild von Eisenhüttenstadt wird von einer ganz besonderen Architektur geprägt und dokumentiert so ein Stück Geschichte der DDR wie im Flächendenkmal Wohnkomplex 1 bis 4. Weite Teile der „neuen“ Stadt stehen unter Denkmalschutz. Das Dokumentationszentrum der Alltagskultur der DDR widmet sich als zeitgeschichtliches Museum der Alltags-Kultur- und Sozialgeschichte des ehemaligen Arbeiter- und Bauernstaates.