Zur Geschichte der Stadt

Mit dem wichtigsten Grenzübergang zu Polen war Frankfurt (Oder) schon früher eine sehr bedeutende Stadt. Noch immer findet man historische Gebäude in der Stadt, die ihre eigene Geschichte erzählen. Tauchen Sie ein in die Stadt mit den preußischen Erinnerungsorten!

07. April 2020
  • Blick vom Rathaus

    Blick vom Rathaus  © Seenland oder-Spree e.V./Florian Läufer

  • © Seenland Oder-Spree, Florian Läufer

  • © Seenland Oder-Spree e.V./Florian Läufer

Frankfurt (Oder) im Mittelalter

Frankfurt entstand am wichtigsten Oderübergang Nordostdeutschlands und war im Mittelalter durch seine Lage die wohl bedeutendste Stadt der Mark. Eine besondere Kostbarkeit sind die Chorfenster der St. Marienkirche: eine Bilderbibel, die um 1370 geschaffen wurde. Die im zweiten Weltkrieg verschollen geglaubten Fenster tauchten vor wenigen Jahren in St. Petersburg wieder auf. Seit 2005 sind sie in restauriertem Zustand wieder zu bewundern.

St. Marien Kirche, Frankfurt (Oder), Kultur
© Seenland Oder-Spree e.V./Florian Läufer
Header St. Marienkirche Frankfurt (Oder)

Geistiger Mittelpunkt der Mark

Die Oderstadt war um 1500 geistiger Mittelpunkt der Mark Brandenburg. Kurfürst Joachim I. (1499-1535) gründete hier 1506 die erste Landesuniversität, um den Landesausbau zu fördern. An der „Viadrina“ studierten Ulrich von Hutten, Thomas Müntzer, Alexander und Wilhelm von Humboldt. Im prächtigen „Junkerhaus“, wo einst studierende Angehörige des Herrscherhauses und Professoren wohnten, präsentiert heute das Museum Viadrina die Geschichte der Stadt und Universität.

Auf den Spuren der Kleists. Frankfurt ist Kleiststadt.

Der Dichter Heinrich von Kleist wurde am 18. Oktober 1777 in der Stadt geboren. Sein Vater diente in der Garnisonstadt als Stabskapitän beim Regiment des Prinzen Leopold von Braunschweig. In der auf Initiative des Prinzen 1777 errichteten ehemaligen Garnisonschule befindet sich heute das Kleist-Museum.Ein Großonkel Heinrichs war ebenfalls Dichter: Ewald Christian von Kleist (1715-1759). Als Offizier kämpfte er in der für Friedrich II. verlorenen Schlacht bei Kunersdorf nahe Frankfurt und wurde tödlich verwundet. Im Park bei der St. Gertraudkirche steht heute noch sein Grabdenkmal, ein Sandsteinobelisk mit Portraitmedaillon.

Frankfurt (oder), Kleist Museum
© Seenland Oder-Spree, Florian Läufer
Kleist Museum