Kloster Neuzelle

Ein Meisterwerk barocker Baukunst

Barocke Baukunst

Das überwältigende Barockwunder Brandenburgs, das im Norden und Osten Deutschlands durch seine einzigartige Architektur besticht, können Besucher des Kloster Neuzelle mit allen Sinnen erfahren. Wie gemalt bettet sich das Ensemble in die idyllische Landschaft ein und bietet einen weiten Blick über die Oderwiesen. Sie ist eine der wenigen vollständig erhaltenen Klosteranlagen Europas.

Anreise ganz entspannt mit der Bahn

Aus Richtung Berlin RE 1 und weiter mit RB 11

Aus Richtung Cottbus RB 11

Neuzelle hat einen Bahnhof und der Zug fährt im 1-Stundentakt in beide Richtungen.

Kleinod für Mönche und Besucher

1268 von Heinrich III. Markgraf von Meißen gestiftet, wurde das spätgotische Zisterzienserkloster ab 1650 prachtvoll nach böhmischem Vorbild barock umgestaltet. So entstand ein künstlerisches und geistiges Gesamtkunstwerk. Die Zisterziensermönche trotzten im Kloster allen Ereignissen der Geschichte, bis die Niederlausitz an Preußen fiel. 1817 wurde das Kloster säkularisiert. Trotz verschiedener Nutzungen blieb das Gelände nahezu unangetastet. Seit 1996 stellt die dafür gegründete Stiftung Stift Neuzelle den barocken Glanz wieder her. Zwei prachtvolle Kirchen, zwei neue Museen, ein Weinberg sowie ein fünf Hektar großer Barockgarten zählen heute zu den Besuchermagneten. Auch die Zisterziensermönche sind seit 2018 wieder zurückgekehrt. Sechs Mönche aus dem österreichischen Kloster Heiligenkreuz gründeten ein neues Priorat und leben nun hinter den Klostermauern. Wer pünktlich zum Stundengebet in die Stiftskirche kommt, kann seinen Besuch mit ihren bewegenden Gesängen krönen.

Die Passionsdarstellung Himmlisches Theater mit Figuren im Museum Neuzelle© TMB-Fotoarchiv / Steffen Lehmann

Das Neuzeller „Heilige Grab“

Der wertvollste Klosterschatz ist das „Heilige Grab“, das einzigartige barocke Kulissentheater aus dem Jahr 1751. In 15 Szenen erzählt es die Passionsgeschichte Jesu vom Gebet am Ölberg bis zur Auferstehung. Nach langer, aufwändiger Restaurierung wird das „Heilige Grab“ im Museum Himmlisches Theater wieder präsentiert. Es ist teilweise in den Weinberg hineingebaut. Zwei Szenen des monumentalen Kulissentheaters sind kunstvoll inszeniert ausgestellt und bilden auf riesigen Leinwänden und lebensgroßen Holztafeln Leiden, Tod und Auferstehung Jesu Christi ab. Im Jahr 2022 sind „Jesus vor Hannas“ und die „Grablegung“ von April bis September zu sehen. Ab Oktober wird „Jesus vor Hannas“ durch „Jesus vor Herodes“ ersetzt.

Auf den Spuren

der Zisterziensermönche

Auf der Mönchstour erlebt man spirituelle Momente, kulturelle Schätze, natürliche Landschaften und kulinarische Genüsse. Das macht den Erholungsort Neuzelle und die Region so unverwechselbar. Die üppige und prachtvolle barocke Ausstattung der katholischen Stiftskirche St. Marien lässt den Besucher fast den Atem stocken. Decken- und Wandfresken, Altäre, Puten und Heilige vereinen sich zu einem biblischen Gesamtkunstwerk. Es versetzt den Betrachter immer wieder ins Staunen. Seit der Rückkehr der Zisterziensermönche gibt es wieder klösterliches Leben in Neuzelle. Gern können Besucher an ihren täglichen Chorgebetszeiten teilnehmen. Es ist ein ganz besonderer Moment, wenn die Choräle durch den Kirchenraum hallen. Für kurze Zeit kann man innehalten und neue Energie für den Tag tanken.

Die Region mit ihren unterschiedlichen Landschaftsräumen lässt sich am besten per Rad erkunden. Auf der kleinen Mönchstour begibt man sich auf den Spuren längst vergangener Tage. Sie startet im Erholungsort Neuzelle und führt durch eine wunderschöne Auenlandschaft direkt zur Oder. Beim Radeln ist man hier nie allein, denn Vögel, die hoch in die Lüfte fliegen; Frösche, die lauthals quaken; Störche, die durch die Wiesen waten und Rehe, die in weiter Ferne geruhsam grasen, sind ständige Wegbegleiter bis nach Ratzdorf. Dort vereinen sich Oder und Neiße zu einem großen Strom.

Zwei Radfahrerinnen fahren auf dem Oder-Neiße-Radweg© Seenland Oder-Spree / Florian Läufer

Rückenwind spüren

Auf dem Oder-Neiße-Radweg führt die Tour dann direkt nach Coschen. Die neue Brücke „Neißewelle“ ermöglicht es, einen kleinen Abstecher in das benachbarte Polen zu machen. Auf der Tour kommt man an vielen kleinen Friedhöfen vorbei. Ein ganz besonderer befindet sich in Breslack. Die vielen alten Grabsteine erzählen ihre eigene Geschichte und geben Auskunft über die Menschen, die diese Region prägten. Im Nachbarort Wellmitz befinden sich an der Kirchhofmauer vier Sühnekreuze. Sie sind sehr selten zu finden und die einzigen der Region. Wie gruselig … es wird erzählt, dass sich die Söhne eines Bauern immer stritten und sich gegenseitig umbrachten. Dem einen wurde der Kopf, dem anderen die Beine und dem Dritten die Arme abgetrennt.

Ganz entspannt radelt man durch kleine Dörfer, die sich alle ihren individuellen Charme bewahrt haben. In Schwerzko angekommen, kann man die letzte funktionstüchtige Mühle des Dorchetals bewundern. Nach einer kleinen Verschnaufpause führt die Tour direkt nach Neuzelle zurück.

Unser Tipp

Plant ruhig etwas mehr Zeit ein, um die vielen schönen Dinge zu entdecken und zu genießen, die die Region so unverwechselbar machen. Zusätzlich kannst du dir für deinen perfekten Ausflug etwas Kulinarisches für unterwegs, von der Wilden Klosterküche zubereiten lassen. Einfach einen reich gefüllten Picknickkorb vorbestellen, abholen und dann geht’s auf Tour. Tel. 033652 823991
Mehr Informationen zum Picknickkorb

Fahrradverleih

Besucherinformation Neuzelle
2 E-Bikes und 2 Tourenräder können ganzjährig gebucht werden (Vorreservierung empfohlen)

Besucherinformation Neuzelle

Stiftsplatz 7
15898 Neuzelle

Tel. 033652 6102
tourismus@neuzelle.de
www.neuzelle.de

© TMB-Fotoarchiv / Steffen Lehmann

Highlights in Neuzelle

Veranstaltungen 2022

10. –12. Juni – Garteneröffnung Aktionstage anlässlich der vollständigen Wiederherstellung des barocken Klostergartens

21./22./23./28./29./30. Juli - jeweils 20 Uhr Triumph von Zeit und Wahrheit Oratorium nach Georg Friedrich Händel, im Rahmen des Festivals „Oper Oder Spree“

6. August  - 19 Uhr Faust² Schauspieler Thomas Thieme und das bedeutendste Werk der deutschsprachigen Literatur in einer konzertanten Lesung. Eine Produktion des Kleistforums Frankfurt/ Oder

1. Oktober - 10–17 Uhr Neuzeller Klostergartentag - Ein Tag für Gartenbegeisterte & Pflanzenfreunde. Mit Baumschulen, Pflanzenhändlern, Handwerkskunst, Fachvorträgen & Führungen. Auch das leibliche Wohl ist bedacht! Eine Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Gartenkultur

Stiftung Stift Neuzelle
Stiftsplatz 7 15898 Neuzelle
Tel. 033652 8140
info@stift-neuzelle.de

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