© Kai-Uwe Rettig

Meet out locals

Kleinod Alte Försterei

Interview mit Kai - Uwe Rettig

10. Mai 2022

Unser Seenland ist reich an Wasser, landschaftlich reizvollen Orten und kulturell herausragenden Schauplätzen. Im Innern ist es aber noch so viel mehr. Die gute Seele unserer berlinnahen Reiseregion zwischen Oder und Spree sind die Menschen, die mit Herzblut und Authentizität täglich ihr Bestes geben, um Gästen als auch Einheimischen ein besonderes Erlebnis zu schaffen. Sei gespannt und blicke hinter die Kulissen ganz besonderer Orte des Seenlands.

Interview mit Kai-Uwe Rettig, Betreiber der Alten Försterei

Der historische ehemals Königlich Preußische Forsthof an der Spree wird seit vielen Jahren zum Treffpunkt von Menschen unterschiedlichster Couleur. Im gemütlichen Biergarten unter den großen alten Bäumen lässt es sich gut flanieren, sitzen und plaudern. Neben vielfältigen Veranstaltungen ist die denkmalgeschützte Anlage auch ein beliebter Ort für Hochzeitsgesellschaften. Bemerkenswert ist das über einhundert Jahre alte Gastronomieinventar. An einem ehemals Berliner Tresen holte bereits Marlene Dietrich Bier für ihren Vater. Traditionelle Termine für eine Landpartie zur Alten Försterei sind unter anderem der Himmelfahrtstag oder auch der Pfingstsonntag.

Garten der Alten Försterei© Tom Baerwald

Seit wann betreiben Sie die Alte Försterei in Briescht und wie kamen Sie zu diesem reizvollen Ort?

Die Alte Försterei betreibe ich seit 2009. Ich habe damals nach einem Ort gesucht, an welchem ich Veranstaltungen organisieren und zugleich auch ein Refugium und Lager für diverse Requisiten und Antiquitäten einrichten kann. Von Hause aus bin ich Innenarchitekt und „Sammler“ von vielen Dingen. Da ich schon immer mehr mit Kunst und Kultur zu tun habe als in meinem eigentlichen Beruf, lebe ich also gewissermaßen das Gestalten von „Veranstaltungskulissen“ aus. Im Grunde ist die Alte Försterei ein Kunstort, an welchem ich eine Vision verwirklicht habe. Wichtig war und ist mir dabei immer, dass es „funktioniert“ und lebendig ist. Das hat in der Vergangenheit gut funktioniert, auch wenn wir hier in Briescht doch ziemlich in der Pampa leben, in einer allerdings sehr reizvollen.

Was verbindet Sie mit diesem Ort?

Der Ort der Alten Försterei gibt mir die Möglichkeit, mich frei zu fühlen, frei zu bewegen sowie genügend Raum um meine Interessen und Ideen zu entwickeln und zu verwirklichen.

Die Anlage der Försterei hat vieles erlebt. Was gibt es über die Historie zu erzählen?

Der Ort der Alten Försterei ist tatsächlich ein bedeutsamer und zudem sehr energetischer Ort. Als Keimzelle des Dorfes Briescht steht er deshalb auch unter Denkmalschutz. Die heutige Anlage befindet sich auf dem Gelände eines ehemals weit räumigen Ritterguts. Nach dem Dreißigjährigen Krieg gelangte sie in den Besitz der Hohenzollern. Das Gutshaus wurde 1896 durch einen Brand zerstört. Um 1906 wurde das jetzige Forsthaus mit Wirtschaftsflügel sowie Scheune und Erdkeller errichtet und wurde Königliche Försterei, danach Preußische Staatsförsterei, später Staatsforst der DDR und bis 1990 Brandenburgische Försterei.

© Kai-Uwe Rettig

Was macht die Atmosphäre dieses besonderen Ortes für Sie aus?

Zur Atmosphäre dieses besonderen Ortes, welche es also zweifellos gibt, kann man nur so viel sagen, dass man sie wirklich spürt. Vielleicht liegt es daran, dass es immer ein Ort der Begegnungen von Menschen war, als Rittergut, als Försterei und heute als Kulturstätte mit angeschlossener Gastronomie.

Welches Konzept verfolgen Sie mit der Alten Försterei

Das Konzept ist von Anfang an dasselbe: Die Idee für diesen Ort weiter entwickeln, die vorhandenen Energien dafür aufzuspüren sowie beides aufeinander abzustimmen, so daß daraus etwas Schönes, Ehrliches und Nachhaltiges entsteht.

Können Sie eine besondere Begegnung oder einen unvergesslichen Moment in Verbindung mit der Alten Försterei nennen?

Besondere Begegnungen kommen immer wieder vor. Darunter sind prominente Leute wie Siegmund Jähn oder Täve Schur, welche zu Gast bei uns waren oder auch tolle Momente mit vielen Musikern, welche Konzerte bei uns gaben. Ob einzelne Menschen oder Veranstaltungen mit großem Publikum – wie bei unseren mittlerweile ausgelagerten Trödelmärkten, wo „Hinz & Kunz“ kam und die Luft „geschwirrt“ hat – oft sind es ja eher Stimmungen und kurze Augenblicke, welche einem plötzlich etwas ungeheuer Schönes oder Wahrhaftiges offenbaren. Ein besonderer Moment war auch jener, als ich den Ort entdeckte – verlassen, eingewachsen, kurz vor dem Verfall, wunderschön, eigentlich perfekt, vielleicht der schönste Moment …

Alte Försterei Briescht

Dorfstraße 39
15848 Briescht

Tel. 033674 42713
post@alte-foersterei-briescht.de

www.alte-foersterei-briescht.de

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