© Florian Läufer, Lizenz: Tourismusverband Seenland Oder-Spree

Kostrzyn - Karthago des Ostens

Auf einen Blick

  • Start: Bahnhofsplatz Bahnhof Frankfurt (Oder) 15230 Frankfurt (Oder)
  • Ziel: Dworcowa 1 Bahnhof Kostrzyn nad Odra 66471 Kostrzyn nad Odra
  • 39,00 km
Start: Bahnhof Frankfurt (Oder)
Ziel: Bahnhof Kostrzyn nad Odra
Länge: 39 km
Dauer: reine Fahrzeit mit dem Fahrrad 4 Stunden. Der Spaziergang auf dem Gelände der ehemaligen Festung Küstrin dauert ca. 40 Minuten.
Anreise: mit dem RE 1 aus Berlin bis Frankfurt (Oder)
Abreise: mit der RB 26 von Kostrzyn bis Berlin-Ostkreuz
Beschaffenheit der Wege:
  • zumeist asphaltierter Radweg, Strecke des Oder-Neiße-Radweg
Sehenswürdigkeiten:
  • Festung Küstrin
  • Tafel zum Gedenken der Hinrichtung der Hans-Hermann von Katte
  • Museum der Festung Küstrin

Um nach Küstrin, welches urkundlich erstmals im Jahre 1232 erwähnt wurde und im Jahre 1300 von Markgraf Albrecht von Brandenburg III die Stadtrechte erhielt, mit dem Drahtesel zu kommen, empfiehlt es sich aus Frankfurt (Oder) entlang des Westufers der Oder zu fahren. Auf der polnischen Seite ist der Weg auf der Dammkrone nicht durchgängig befahrbar und als Radler muss man auf einer gut frequentierte Bundesstraße fahren.

Auf dem landschaftlich reizvollen Streckenabschnitt des Oder-Neiße-Radweges zwischen der Kleiststadt Frankfurt (Oder) und der Stadt Kostrzyń nad Odrą an den Hängen des Oderufers unweit des historischen Bischofssitzes Lebus vorbei erreicht man über die Oderbrücke die Festung Küstrin. Schon der Blick von der Brücke lässt den Atem der Jahrhunderte spüren.

Über mehrere Jahrhunderte war Küstrin die Hauptstadt der Region Neumark. In dieser Zeit wurde das Schloss gebaut und die Festung wurde fertiggestellt. Der preußische König Friedrich Wilhelm I. ließ, nach dem er eigenständig das Urteil des Gerichtes verschärfte, am 6. November 1730 Hans-Hermann von Katte, den Freund seines Sohnes Friedrich II, vor seinen Augen wegen Fahnenflucht durch Enthauptung hinrichten. Dem Ereignis ist an der Mauer der Festung eine Gedenktafel gewidmet.

Seit 1994 wurde viel unternommen, um die alten Anlagen der Festung, die während des Zweiten Weltkrieg zerstört und nach dem Krieg für den Wiederaufbau der Polens Hauptstadt verwendet wurden, freizulegen. Gegenwärtig sind die alten Straßenzüge wie auch die Grundmauer und die Treppen, die in die nicht mehr vorhandenen Gebäuden führen, zu erkennen. Um dem Besucher der Festung das Bild der Anlage zu vermitteln, sind in den restaurierten Räumlichkeiten der Kelleranlagen der Bastion Philipp Fotografien und weitere Bilder ausgestellt.

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