Auf zu neuen Ufern

Der Naturerlebnishof Uferloos in Kienitz ist eine Entdeckung

© Seenland Oder-Spree

Es gab Zeiten, da war es für Berliner ganz normal, am Wochenende nach Kienitz zu fahren und sich an der Oder von Großstadt zu erholen. Kienitz besaß damals noch einen Hafen und eine Fährverbindung über die Oder. Die Getreidemühle, beherbergt heute die Galerie und das Café „Hafenmühle“, stammt noch aus dieser Zeit. Die Fassade des großen Hauses erstrahlt in leuchtendem Gelb. Es gehörte einmal dem wohlhabendsten Mann von Kienitz.

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Zum Uferloos rumpeln wir über eine kleine Straße. Hinter dem Uferloos erhebt sich schon der Deich und dahinter fließt die Oder Richtung Ostsee. Direkt am Haus führt der Oder-Neiße-Radweg entlang. Steffi und Norbert Bartel sind beide Landschaftsplaner sowie Wildnis- und Naturpädagogen. Sie erwarben das Grundstück 2004 von einer alten Dame, die zuletzt in dem großen Haus lebte. Ein Jahr später schlägt die Geburtsstunde für den Naturlebnishof Uferloos.

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Mittlerweile ist das Uferloos, dank der Mitarbeit von vielen fleißigen Helfern, ein kleines Refugium geworden. Schulklassen kommen regelmäßig hierher, es gibt im Sommer und Herbst ein Wildniscamp. Ein Aufenthalt auf dem Uferloos ist eine Zeit in der Natur, mit der Natur. In dem Bewusstsein achten hier alle darauf, dass mit der Natur und ihren Ressourcen pfleglich umgegangen wird. Zum Frühstück gibt es ein Büffet im Hof (von Ostern bis Oktober) und abends sitzt man um das Lagerfeuer.

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Um dem Charme des Uferloos zu erliegen, reicht schon ein Tagesausflug. Für Kinder ist das Uferloos eine einzige große Entdeckungsreise. Hier leben Hasen, Meerschweinchen zusammen mit Schafen, Ziegen und Gänse. Praktisch hinter jedem Strauch oder Ecke gibt es etwas zu entdecken. Und von einer Nacht im Zirkuswagen hat bestimmt schon jeder einmal geträumt (auf dem Uferloos kann aber auch in Ferienwohnungen, in zwei Jurten oder im eigenen Zelt übernachtet werden)!

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Und für die Großen? Mit dem Kanu die Oder erkunden. Am einfachsten ist, wenn man sich flussaufwärts bringen lässt und dann wieder in Richtung Kienitz treiben lässt. Ein Tipp ist eine Tour über den Fluss auf die polnische Seite der Oder. Dort gibt es landeinwärts Sanddünen, die bis zu 25 Meter hoch sind und eine Menge Natur zu sehen.

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Oder man läuft einfach auf dem Oder-Neiße-Radweg nach rechts (oder nach links), lässt sich von den Geräuschen der Natur verzaubern, hängt den eigenen Gedanken nach oder legt sich ins Gras legen und schaut in die Wolken. Es scheint fast so, als ob der Müßiggang in Kienitz erfunden wurde. Das Uferloos ist eine Entdeckung der Langsamkeit, die man am liebsten für sich behalten möchte. Aber so egoistisch sind wird nicht.

 

Text: Seenlandentdecker