Shukowbunker

Shukowbunker im Reitweiner Sporn © terra press Berlin
Shukowbunker im Reitweiner Sporn © terra press Berlin

Beschreibung

Schon auf dem Weg zum Shukowbunker fallen merkwürdige Vertiefungen im Waldboden auf. Es sind Laufgräben und Schützenlöcher, Zeugnisse der größten Schlacht des Zweiten Weltkriegs auf deutschem Boden. Der Bericht von Gerhard Tillery schildert, wie ein 19-jähriger die Kämpfe um Reitwein in der Ebene nördlich des Sporns erlebte: „Die Stellung verlief durch einen Wald. Es war kein durchgehendes Grabensystem, sondern alle 12 bis 15 Meter war ein Schützenloch. Der Russe war etwa 30 bis 40 Meter von uns entfernt. Im linken Teil des Kompanieabschnittes verlief ein etwa 8 Meter breiter Bach, die Alte Oder. Rechts von uns war ein Bahndamm, die Grenze. Auf der einen Seite lagen wir, auf der anderen der Russe. Hierhin stellte mich der Kompagniechef zuerst. Die Haare standen mir zu Berge. [...] Wir durften uns nur flüsternd unterhalten. Jedes Geräusch beim Russen war zu hören, jedes laut gesprochene Wort war deutlich zu vernehmen. Tag und Nacht wurden Handgranaten hin und her geworfen.“ (Auszug aus „Kriegsereignisse in Reitwein und Umgebung“)Der Shukow-Bunker wurde im März 1945 als vorgezogener Gefechtsstand des Befehlshabers der 8. Gardearmee, Generaloberst Tschuikow, errichtet. Benannt ist er allerdings nach Marschall Shukow, Befehlshaber der 1. Weißrussischen Front, der von hier aus die Schlacht um die Seelower Höhen befehligte und drei Wochen später in Berlin die bedingungslose Kapitulation der deutschen Wehrmacht entgegennahm.

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