Auf unterschiedlichen Wegen im südlichen Oderbruch

Hier ticken die Uhren scheinbar noch langsamer. Die unberührte Schönheit der Natur auf diesem Fleckchen Erde wussten schon die alten Preußischen Herrscher zu schätzen und erbauten hier stilvolle Landsitze, um die Stille der vielen kleinen Wasserläufe zu inhalieren. In zwei Tagen werden Sie ebenso begeistert davon sein.

  Länge   Dauer
54 km 24 h
Rastplatz Kunersdorf, Foto: Daniela Häfner
Rastplatz Kunersdorf, Foto: Daniela Häfner

Hier ticken die Uhren scheinbar noch langsamer. Die unberührte Schönheit der Natur auf diesem Fleckchen Erde wussten schon die alten Preußischen Herrscher zu schätzen und erbauten hier stilvolle Landsitze, um die Stille der vielen kleinen Wasserläufe zu inhalieren. In zwei Tagen werden Sie ebenso begeistert davon sein.

Unweit des über Brandenburgs Grenzen hinaus bekannten Kulturortes Neuhardenberg mit seinem als Ausstellungs-, Konzert- und Veranstaltungsstätte genutzten Schloss liegt das kleine Fischerdorf Quappendorf. Von dessen Brücke lassen Sie Ihr Kanu zu Wasser und starten die Etappe über den Quappendorfer Kanal, Friedländer Strom und Neuen Kanal zum nordwestlichen Zielort Wriezen. Sie kommen dann nach der ersten Umtragestelle an den Altfriedländer Teichen vorbei, die zum einstigen Zisterzienserinnenkloster und -kirche gehörten, und heute als beliebtes Angelrevier gelten. Von der Kirche ist heute noch eine Ruine vorhanden. Nach einer Pause an Land mit Besuch des Musenhofes in der Nähe des Rastplatzes Kunersdorf geht die Fahrt bis nach Wriezen, der Hauptstadt des Oderbruchs, weiter.

Am zweiten Tag bewegen Sie sich auf dem Letschiner Hauptgraben, bis Sie zur Umtragestelle an Bochows Loos gelangen. Vor übermäßiger Sonneneinstrahlung müssen Sie dank der schattenspendenden Uferbepflanzung keine Sorge haben. Zwei historisch interessante Orte begegnen Ihnen an einem Wehr: Alt- und Neutrebbin. Während Alttrebbin bereits im Mittelalter entstand, verdankt Neutrebbin seine Existenz den ehrgeizigen Trockenlegungsmaßnahmen des Preußenkönigs Friedrich des Großen, um die weiten Flächen des Oderbruchs mithilfe eines umfangreichen Wassergrabensystems landwirtschaftlich nutzbar zu machen. Die Neutrebbiner verewigten ihn dafür mit einem Denkmal in ihrem Ort. Auch in Letschin hinterließ „Der Alte Fritz“ seine Spuren als Denkmal, das zeitweise sogar versteckt werden musste.

Vor dem Zielort Gorgast müssen Sie Ihr Kanu noch weitere drei Mal an Umtragestellen umsetzen. Eine davon lädt erneut zum Verweilen ein: Golzow. Bekannt wurde der Ort durch die Langzeitdokumentation „Die Kinder von Golzow“, an die ein Museum erinnert. In Gorgast endet die zweitägige Tour durch das Oderbruch.

Der alljährlich am ersten September in Wriezen stattfindende „Kaisermarkt“, der an einen Besuch des letzten deutschen Kaisers erinnert, lockt viele Schaulustige an. Wriezener in historischen Kostümen lassen dieses Ereignis vor mehr als 100 Jahren immer wieder neu aufleben.

  • Touranspruch: ursprünglich, besondere Flora und Fauna (?)
  • Start: Quappendorf
  • Ziel: Gorgast
  • Länge: 54 km
  • Dauer: 2 Tage
  • Anreise: Auto: B 167
  • Abreise: Auto: B 1 Bahn: RB 26

Karte & Anreise

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