Auf unterschiedlichen Wegen im südlichen Oderbruch

In Mitten von Natur mit sehr urspünglichen Wasserpfaden und besonderer Flora und Fauna

Kayak- /Kanutour   Länge   Dauer
leicht 54 km 18 h

Hier ticken die Uhren scheinbar noch langsamer. Die unberührte Schönheit der Natur auf diesem Fleckchen Erde wussten schon die alten Preußischen Herrscher zu schätzen und erbauten hier stilvolle Landsitze, um die Stille der vielen kleinen Wasserläufe zu genießen. In zwei Tagen werden Sie ebenso begeistert davon sein.

Start: Quappendorf
Ziel: Gorgast
Länge/Dauer: 54 km // 2 Tage

Anreise:

  • Ab Berlin über die B1 nach Quappendorf (ca. 1,5h)

Abreise:

  • Über die B1 zurück nach Berlin (ca. 1,5h)

Tourenbeschreibung:
Unweit des über Brandenburgs Grenzen hinaus bekannten Kulturortes Neuhardenberg liegt das kleine Fischerdorf Quappendorf. Von dessen Brücke können Kanus zu Wasser gelassen werden. Die erste Etappe startet über den Quappendorfer Kanal, Friedländer Strom und Neuen Kanal zum nordwestlichen Zielort Wriezen. Auf der Strecke liegt eine erste Umtragestelle an den Altfriedländer Teichen, die zur einstigen Zisterzienserinnenklosteranlage mit Kirche gehörten, und heute als beliebtes Angelrevier gelten. Von der Kirche ist heute noch eine Ruine vorhanden. Nach einer Pause an Land mit Besuch des Musenhofes in der Nähe des Rastplatzes Kunersdorf geht die Fahrt bis nach Wriezen weiter.

Am zweiten Tag geht es auf dem Letschiner Hauptgraben bis zur Umtragestelle an Bochows Loos. Zwei historisch interessante Orte liegen an einem Wehr: Alt- und Neutrebbin. Während Alttrebbin bereits im Mittelalter entstand, verdankt Neutrebbin seine Existenz den ehrgeizigen Trockenlegungsmaßnahmen des Preußenkönigs Friedrich des Großen, der die weiten Flächen des Oderbruchs mithilfe eines umfangreichen Wassergrabensystems landwirtschaftlich nutzbar machte. Die Neutrebbiner verewigten ihn dafür mit einem Denkmal in ihrem Ort. Auch in Letschin wird der "Alte Fritz“ in Form eines Denkmals geehrt, das zeitweise sogar versteckt werden musste.
Vor dem Zielort Gorgast wird das Kanu noch weitere drei Mal an Umtragestellen umgesetzt. Eine davon lädt erneut zum Verweilen ein: Golzow. Bekannt wurde der Ort durch die Langzeitdokumentation „Die Kinder von Golzow“, an die ein Museum erinnert. In Gorgast endet die zweitägige Tour durch das Oderbruch.

Tipp: Der alljährlich am ersten September in Wriezen stattfindende „Kaisermarkt“, der an einen Besuch des letzten deutschen Kaisers erinnert, lockt viele Schaulustige an. In historischen Kostümen lassen die Wriezener dieses Ereignis, vor mehr als 100 Jahren, immer wieder neu aufleben.

Nautische Informationen: Auf dem Weg liegen einige Umtragestellen: Altfriedländer Teiche, Bochows Loos und vor dem Zielort Gorgast noch weitere drei. Der Tourenanspruch ist jedoch auf leichtem Niveau.

Karten / Literatur:

  • "DKV-Gewässerführer für Ostdeutschland: Kanuführer für Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Berlin, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Sachsen (DKV-Regionalführer)", Deutscher Kanu-Verband; Auflage: 4 (1. April 2011), ISBN-13: 978-3937743288, 19,95 Euro
  • "TourenAtlas Wasserwandern / TA5 Berlin-Brandenburg mit Spreewald: Oder, Havel, Spree + Nebengewässer", 1:75.000 & 1:25.000, Verlag: Jübermann, Auflage: 5 (5. Juli 2013), ISBN-13: 978-3929540666, 25,- Euro

Karte & Anreise

Bitte geben Sie Ihre Startadresse ein