Anspruchsvolle Graveltour durchs Oderbruch und in den polnischen Landschaftspark Cedynia

80,00 km lang
Rundweg
Radtouren
  • 80,00 km
  • Start: Bahnhofstraße Bahnhof Wriezen 16269 Wriezen
  • Ziel: Bahnhofstraße Bahnhof Wriezen 16269 Wriezen
Eine sportliche Grenzerfahrung
Diese anspruchsvolle Tour vereint sportliche Herausforderung mit intensiven Naturerlebnissen und einer deutsch-polnischen Grenzerfahrung. Die vielseitige Route führt von der weiten Landschaft des Oderbruchs bis in den polnischen Landschaftspark Cedynia und streift den Rand der Pommerschen Seenplatte. Lange Flow-Passagen auf einer ehemaligen Bahntrasse wechseln sich ab mit Abschnitten auf der Deichkrone, an Oderhängen und in
malerischen Bachtälern tief im Wald. Perfekt für Abenteuerlustige, die Weite, Entschleunigung und die Entdeckung unbekannter Kleinode wie dem Städtchen Moryn mit seinem glasklaren See suchen.

Start / Ziel: Bahnhof Wriezen
Länge / Dauer:  80 Kilometer / ca. 5 h
Charakter: Sportliche Tour überwiegend auf ausgebauten Radwegen auf alten Bahntrassen und auf dem Deich, teils auch auf verkehrsarmen Nebenstraßen. Einige Gravelpassagen, rauher Asphalt und schöne Abfahrten unterstreichen ein kleines Radabenteuer.
Verlauf: Wriezen, Europabrücke, Moryń, Stare Łysogórki, Gozdowice, Ortwig, Neubarnim, Neulewin, Altwriezen, Wriezen
Extra-Tipp: Fährzeiten (von April bis Oktober im Stundentakt) nochmals online checken. Im Sommer lohnt es sich im glasklaren Morzycko-See zu baden. 

An- / Abreise:
ÖPNV: RE4 ab Berlin Hbf. bis Eberswalde, dann RB60 bis Wriezen
PKW: Z.B. öffentl. Parkplatz Frankfurter Straße Wriezen

Wegbeschreibung
Im Flow auf alten Bahntrassen
Die Tour startet in Wriezen und führt durch die weite Landschaft des Oderbruchs. Im 18. Jahrhundert wurde das einstige Sumpfgebiet in die heutige, dünn besiedelte Kulturlandschaft umgewandelt. Auf der ehemaligen Bahnstrecke geht es zügig voran, bis plötzlich die imposante Oder erreicht ist. Die Europabrücke ermöglicht die Querung des großen Grenzflusses zu Fuß oder per Rad. Infotafeln zur Geschichte und Natur sowie weite Blicke über die Oderaue laden zum Verweilen ein.

Auf bestem Asphalt rollen die Räder weiter auf der früheren Strecke Wriezen–Godków, heute Teil des Fernradwegs 20, der zur polnischen westlichen Seenplatte führt. Ehemalige Bahnhofsgebäude säumen stellenweise den Weg – teils liebevoll bewohnt, mit Gärten, spielenden Kindern und flatternder Wäsche. Ein sommerliches Idyll mit nostalgischem Charme.
Tipp: Der ehemalige Bahnhof in Klępicz hat sich zu einem beliebten Rastplatz entwickelt. Blumenschmuck, eine Outdoorküche und Kaffee oder Tee auf Vertrauensbasis machen die Pause besonders herzlich, oft ergänzt durch selbstgebackenen Kuchen.

Mittelalterliches Moryn und der tiefste See Westpommerns
Auf einem Hügel gelegen empfängt Moryn mit nahezu vollständig erhaltener Stadtmauer. Der mittelalterliche Grundriss, Feldsteinbauten und die Kirche prägen das historische Stadtbild. Ein Geopark informiert über die eiszeitliche Geschichte der Region. Direkt angrenzend liegt der Morzycko-See, der tiefste See Westpommerns. Sein klares, bis zu 60 Meter tiefes Wasser schimmert türkis und lädt an Strandbad und Marktplatz zu Bade- und Pausenstopps ein.

Durch das malerische Tal der Słubia
Hinter Moryn nähert sich die Route über Asphalt- und Schotterwege den Mieszkowice-Wäldern und dem schmalen Słubia-Tal. Das kleine Flüsschen hat im Landschaftsschutzpark Cedynia ein verwunschenes Tal mit steilen Hängen, Quellen und Mäandern geformt. Kiesige Untiefen und Biberspuren prägen das Bild. Rastplätze ermöglichen ruhige Waldmomente, bevor es entspannt mehrere Kilometer talwärts Richtung Oder geht.

Oderpanorama und Übersetzen ohne Grenzen
Zurück an der Oder folgt die Strecke dem Zielona-Odra-Radweg auf ruhiger Landstraße nach Südosten. Nach einem letzten Anstieg lohnt ein Abstecher zu einer Gedenkmauer und weiter zu einem ehemaligen Bunker. Der Aussichtspunkt bietet ein weites Panorama über den Fluss bis ins Seenland Oder-Spree. In Gozdowice setzt die Fähre „Bez Granic – ohne Grenzen“ nach Deutschland über. Bei Wartezeit gibt das kleine Regionalmuseum Einblicke in die Geschichte der Oderquerung im Zweiten Weltkrieg. In Güstebieser Loose begrüßt eine Skulptur des Flussgottes Viadrus die Ankommenden.

Ein Geheimtipp am Oderdeich
Ein längerer Abschnitt verläuft nun auf dem Oder-Neiße-Radweg. Auf der Deichkrone lässt sich das Tempo noch einmal steigern. Der Radlers Hof lädt zur Stärkung auf einem Bauernhof ein. Bei Kilometer 54 zweigt links ein Weg zur Oder ab. Bei Niedrigwasser wird hier im Sommer ein Damm sichtbar – ein stiller Ort, an dem einst Berliner Sommerfrischler badeten und heute Wasservögel und Naturbeobachtungen im Mittelpunkt stehen.

Entlang der Alten Oder zurück nach Wriezen
Zum Abschluss führt der Weg auf dem Oderbruchbahn-Radweg Richtung Neulewin. Das Kolonistendorf entstand im 19. Jahrhundert im Zuge der Trockenlegung des Oderbruchs, die Heimatstube erinnert daran. Ein Abstecher nach Altlewin lohnt für eine Einkehr im Gasthaus Alter Fritz. Entlang des ursprünglichen Oderlaufs und über kurze Offroad-Passagen auf dem alten Bahndamm endet die Tour schließlich wieder in Wriezen.

Sehenswertes:
  • Europabrücke
  • Klępicz: Alter Bahnhof
  • Moryń: Altstadt mit Marktplatz und Stadtmauer
  • Bei Gozdowice: Aussichtspunkt am alten Bunker
  • Gozdowice: Fähre „Bez Granic – ohne Grenzen“, Flussgott Viadrus
  • Zwischen Gozdowice und Ortwig: Ruschebuhne
  • Neulewin: Heimatstube Neulewin
Einkehrtipps
  • Europabrücke: Oderglück Café (saisonal)
  • Klepicz: SB Cafe Dawny Dworzec
  • Moryn: Lody Rzemieślnicze
  • Zelliner Loose Nähe Oderdeich: Radlershof
  • Altlewien: Gasthof Zum Alten Fritz
  • Wriezen: Ristorante Juani, Ristorante Due Amici
Karten/Literatur:
  • Radbroschüre "Dein Rad. Deine Auszeit. Dein Flow.", Online-Shop Seenland Oder-Spree

Gut zu wissen

Ansprechpartner:in

Touristinformation Bad Freienwalde
Bahnhofstraße
16269 Wriezen

In der Nähe

Kontakt

Anspruchsvolle Graveltour durchs Oderbruch und in den polnischen Landschaftspark Cedynia
Bahnhofstraße
16269 Wriezen