Diese Radrunde öffnet den Blick: von den Höhen bei Bad Freienwalde und Gabow in die Weite des Oderbruchs und über die Oder an die polnischen Oderhänge. Zwischen stillen Dörfern und Auenlandschaften lässt sich die Landschaft mit Aussichten von oben ganz besonders erfassen – mit Zeit für Pausen, zum Durchatmen und für besondere Perspektivwechsel. Im Schutzgebiet Bastion Gęsi und an der Europabrücke wird die Oderaue im Frühjahr und Herbst zur Bühne für tausende Zugvögel.
Start und Ziel: Bahnhof Bad Freienwalde
Länge / Dauer: 52 km / ca. 3 - 4 h
Charakter: Moderate Tour überwiegend auf asphaltierten Radwegen und ruhigen Nebenstraßen. Kurze Abstecher zu Fuss führen zu eindrucksvollen Ausblicken von oben.
Verlauf: Bad Freienwalde, Schiffmühle, Gabow, Hohenwutzen, Stary Kostrzynek, Stara Rudnica, Siekierki, Wriezen, Altranft, Bad Freienwalde
Extra-Tipp: Fernglas für Vogelbeaobachtungen im Frühjahr und Herbst in der Oderaue
An- und Abreise:
ÖPNV: RE4 ab Berlin Hbf. bis Eberswalde, dann RB60 bis Bad Freienwalde
PKW: Öffentl. Parkplatz Karl-Marx-Straße oder Kanalstraße Bad Freienwalde
Wegbeschreibung
Weite – Durchatmen, loslassen
Die Tour startet in Bad Freienwalde, Brandenburgs ältestem Kurort. Ein Abstecher lohnt sich ins Oderlandmuseum für alle, die sich für die Kulturlandschaft interessieren. Von den Aussichtstürmen am Ruinen- oder Galgenberg lässt sich die Weite des Oderbruchs erstmals erahnen. Nach wenigen Fahrminuten ist die Neuenhagener Oderinsel erreicht. In Schiffmühle lädt ein kleines Museum mit Café zur Pause ein. Theodor Fontane war hier Mitte Mitte des 19. Jahrhundert regelmäßig zu Gast.
Steilhänge – Die Kraft der Natur
Man folgt den Steilhängen der Neuenhagener Oderinselm, einem Relikt der letzten Eiszeit. Die Höhenzüge sind Teil einer Endmoräne. In den Aufwinden lassen sich kreisende Greifvögel beobachten. Hinter Altglietzen öffnet sich der Blick, am Horizont zeichnen sich die Oderhänge auf polnischer Seite ab.
Wo Wasser nicht trennt, sondern verbindet
In Hohenwutzen wird die Oder überquert. Nach wenigen hundert Metern folgt man dem Radweg „Zielona Odra“. Ein kurzer Stopp am westlichsten Punkt Polens lohnt sich: ein klares Zeichen an einem Fluss, der lange trennte und heute wieder verbindet.
Was fliegt, zeigt den Weg
Es geht an den polnischen Oderhängen entlang. Der Abschnitt liegt im Cedyński Naturpark und berührt das Fauna-Schutzgebiet „Gęsi Bastion“, dass die letzte große Flachwasserzone der Unteren Oder bewahrt. Zehntausende Gänse rasten im Frühjahr und Herbst auf Flachwasserflächen, See- und Fischadler jagen über den Auen, Kraniche, Trauerseeschwalbe, Schwarzstorch sind zu entdecken.
Wo Menschen Geschichten erzählen
Bald ist die Europabrücke Neurüdnitz-Siekierki, eine 860 Meter lange ehemalige Bahnbrücke, erreicht. Der Oderbruchbahn-Radweg führt zurück nach Wriezen, die Fontane als „Hauptstadt des Oderbruchs“ nannte. Bemerkenswert: Das Stadtzentrum, früher direkt am Oderstrom gelegen, liegt heute rund elf Kilometer vom Flusslauf entfernt. Für einen Schlusspunkt empfiehlt sich ein Abstecher ins Oderbruchmuseum Altranft.
Sehenswertes:
- Bad Freienwalde: Altstadtkern mit Markt und Pderlandmuseum, Aussichtpunkte Ruinenberg und Galgenberg
- Schiffmühle: Fontanehaus
- Gabow: Aussichtspunkt Gabower Hang
- Westlichster Punkt Polens
- Stary Kostrzynek: Aussichtspunkt
- Stara Rudnica: Aussichtspunkt
- Aussichtsplattform Europabrücke
- Wriezen: Stadtzentrum
- Altranft: ODerbruchmuseum
Einkehrtipps:
- Neuglietzen: Gaststätte Fuchsbau
- Oderglück Café (saisonal)
- Bei Wriezen: Ristorante „Juani“
- Altranft: Cafeteria im Oderbruchmuseum
- Bad Freienwalde: Restaurant Stadtmitte
Überblick über das Tourengebiet von oben: Bad Freienwalde ist für seine besonderen Ausblicke bekannt. Zwei befinden sich nur wenige Gehminuten vom Marktplatz entfernt:
- Ruinenberg über Weinbergstraße und Treppe zur Aussichtskanzel
- Aussichtsturm Galgenberg am Turmwanderweg
- Radbroschüre "Dein Rad. Deine Auszeit. Dein Flow.", Online-Shop Seenland Oder-Spree

















