Start / Ziel: Bahnhof Erkner
Länge / Dauer: 237 Kilometer / ca. 5 h je Etappe
Logo / Wegstreckenzeichen: „Naturpark-Eule“ auf gelbem Grund
Wegebeschaffenheit / Streckenausbau: Weitgehend asphaltiert und überwiegend auf eigenständigen Radwegen, teils auf verkehrsarme Nebenstraßen. Wasser- und aussichtsreich!
Verlauf: Erkner, Grünheide, Fürstenwalde/Spree, Berkenbrück, Müllrose, Brieskow-Finkenheerd, Aurith, Eisenhüttenstadt, Neuzelle, Kobbeln, Treppeln, Siehdichum, Mixdorf, Beeskow, Lindenberg, Wendisch Rietz, Storkow, Bad Saarow, Spreenhagen, Hartmannsdorf, Erkner
An-/Abreise:
ÖPNV: RE1 oder S3 bis Erkner
PKW: Z.B. öffentl. Parkplätze in den Start-, End- oder Etappenorten
Wegbeschreibung
Episode 1
Die Tour startet in Erkner, wo die Spree idyllisch in den Dämeritzsee fließt. Waldreich führt der Weg durch das Grünheider Seenreich. Mehr als acht Seen reihen sich wie Perlen aneinander und laden mit stillen Ufern und versteckten Badestellen ein. Offene Flächen wechseln sich mit Waldpassagen ab, Weite prägt den Blick. Schwungvoll geht es am Trebuser See vorbei nach Fürstenwalde. Die Stadt war dank der Spree ein bedeutender Umschlagplatz, wovon bis heute der Dom St. Marien, eine reiche Brautradition und die Industriekultur in Museen zeugen.
An der fotogenen Flutbrücke wird der Oder-Spree-Kanal überquert, kurz vor seiner Vereinigung mit der Spree. Die Kersdorfer Schleuse markiert einen weiteren Höhepunkt. Das Bauwerk ist Teil des Oder–Spree-Kanals, der 1891 die Wasserverbindung zwischen Oder, Spree und Berlin für größere Schiffe ermöglichte. Zwischen Kanal und Spree führt der Weg weiter nach Neubrück mit Spree-Wehr und Neuhäuser Schleuse samt Holzklappbrücke.
Episode 2
Mit Müllrose erreicht die Route das „Tor zum Schlaubetal“. Das Naturparkhaus gibt Einblicke in die Region. Entlang des historischen Friedrich-Wilhelm-Kanals prägen Treidelkahn-Erinnerungen und Eisvogel-Beobachtungen das Bild, bevor in Brieskow Zeit für eine Stärkung bleibt.
Tipp: Ein Abstecher nach Eisenhüttenstadt verbindet die historische Altstadt Fürstenberg mit der eindrucksvollen Architektur der ersten sozialistischen Planstadt Deutschlands. Das Museum „Utopie und Alltag“ vertieft den Blick auf das Leben in der DDR.
An der Oder eröffnet sich Weite und Ruhe. Ein längerer Abschnitt folgt dem Oder-Neiße-Radweg durch die Ziltendorfer Niederung, ein bedeutendes Vogelbeobachtungsgebiet. Neuzelle grüßt aus der Ferne, Seeadler ziehen ihre Kreise.
Episode 3
In Neuzelle lohnt der Besuch des als „Barockwunder“ bekannten Klosters mit Stiftskirche, Museum „Himmlisches Theater“ und Klostergarten. Die Route folgt den Spuren der Mönche ins Schlaubetal, steigt auf die Lieberoser Platte und führt schwungvoll hinab in das tief bewaldete Tal. In Kobbeln markiert Brandenburgs zweitgrößter Findling den Weg, am Wirchensee liegt das Quellgebiet der Schlaube. Der Försterblick bietet einen eindrucksvollen Ausblick.
Bei Siehdichum zeigt sich das Schlaubetal von seiner märchenhaften Seite. Am Hammersee errichteten die Mönche einst ein Jagdhaus. Ziel ist Beeskow, die „kleine Perle an der Spree“, mit historischem Stadtkern.
Tipp: Die Altstadtrunde führt durch den Fischerkietz mit Burg, entlang der mittelalterlichen Stadtmauer zum Markt, zur Marienkirche und zum „Ältesten Haus“.
Episode 4
Von Beeskow führt die Route weiter durchs Saarower Hügelland zum Scharmützelsee, Fontanes „Märkischem Meer“. Ein Halt im Wettermuseum Lindenberg lohnt, bevor Wendisch Rietz mit maritimem Flair und Badestellen empfängt. In Storkow eröffnet die Binnendüne weite Blicke über See und Waldlandschaft.
Tipp: Burg Storkow und das Wettermuseum vertiefen Natur- und Geschichtseinblicke.
Bad Saarow zeigt sich als mondäner Kurort mit dem Charme der 1920er-Jahre. Alternativ bietet die SaarowTherme Entspannung. Über Spreenhagen führt die Strecke durch die Müggelspree-Aue zurück nach Erkner.
Sehenswertes:
- Fürstenwalde: Dom St. Marien, Rathaus, Stadtmuseum und Brauereimuseum
- Oder-Spree-Kanal: Kersdorfer Schleuse am Oder-Spree-Kanal
- Neubrück: Neubrücker Schleusen
- Müllrose: Naturparkhaus Müllrose
- Bei Müllrose: Friedrich-Wilhelm-Kanal
- Eisenhüttenstadt: Sozialistische Planstadt Eisenhüttenstadt mit Museum Utopie und Alltag
- Neuzelle: Kloster Neuzelle mit Stiftskirche, Barockgarten und Museum Himmlisches Theater
- Kobbeln: Findling Kobbeln
- Beeskow: Historischer Stadtkern mit Marienkirche und Burg
- Lindenberg: Deutsches Wettermuseum Lindenberg
- Storkow (Mark): Binnendüne Waltersberge, Burg mit Naturparkzentrum, Naturgut Köllnitz
- Bad Saarow: Bad Saarower Villenarchitektur und SaarowTherme
- Grünheide (Mark): Wirtshaus Heidereuter am Peetzsee
- Trebus: Restaurant Seeblick
- Fürstenwalde: Zunfthaus 383
- Bei Berkenbrück: Landgasthof Spreetal, Strandidyll
- Müllrose: Haus Katharinensee, Hotel Kaisermühle
- Brieskow-Finkenheerd: Fischer Schneider
- Aurith: Bauernstübchen, Radlerhof
- Eisenhüttenstadt: Restaurant Aktivist, Zum Kietz
- Neuzelle: Prinz Albrecht, Wilde Klosterküche
- Treppeln: Gasthof Köhler
- Siehdichum: Forsthaus Siehdichum
- Beeskow: Stadtcafé, Genuss Werk Stadt, cucina verde Burgcafe
- Herzberg: Gasthof Simke
- Wendisch Rietz: Fischhaus Glubigsee
- Storkow: Restaurant Alter Weinberg, Café Burgstübchen
- Bad Saarow: Carpe Diem, amiceria
- Bei Spreenhagen: Gasthaus Paesch, Holly´s Galerie Café
- Erkner: Camping Jägerbude, Eiscafé Bürgerle, DEKAFFEE-Rösterei
- Episode 1: Von Seen und Kanalgeschichten auf der Oder-Spree-Tour (km)
- Episode 2: Der Oder entgegen auf der Oder-Spree-Tour (km)
- Episode 3: Vom Barockwunder ins verwunschene Bachtal auf der Oder-Spree-Tour (km)
- Episode 4: Vom Märkischen Meer zurück zur Spree auf der Oder-Spree-Tour (km)
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