Spreeradweg im Seenland Oder-Spree

144,00 km lang
Radtouren
  • 144,00 km
  • Start: Bahnhof Lübben 15907 Lübben (Spreewald)
  • Ziel: 15537 Erkner
Der rund 400 km lange Spreeradweg zeigt im Seenland Oder-Spree seine besonders ruhige und abwechslungsreiche Seite. Zwischen trubeligen Spreewald und der Berliner Stadtgrenze lässt sich der 145 Kilometer lange Abschnitt in zwei Etappen voller Natur und kultureller Kleinode aufteilen. Dank idealer Bahnanbindung lassen sich die beiden Ausfahrten von Berlin als einzelne Tagestouren absolvieren oder zu einem Wochenend-Trip mit Übernachtung an charmanten Spreeorten verbinden.

Start / Ziel: Bahnhof Lübben / Bahnhof Erkner
Länge / Dauer: 144 Kilometer / ca. 5 h je Etappe
Logo / Wegstreckenzeichen: blauer Fluss fließt zwischen Brandenburger Tor und grünem Hugel im Hintergrund
Charakter: überwiegend flache Tour auf durchgehend gut ausgebautem, meist asphaltiertem Radweg 
Verlauf: Lübben, Schlepzig, Leibsch, Alt Schadow, Werder (Spree), Kossenblatt, Briescht, Trebatsch, Ranzig, Beeskow, Raßmansdorf, Neubrück, Berkenbrück, Fürstenwalde/Spree, Hangelsberg, Mönchwinkel, Hartmannsdorf, Erkner

An- / Abreise:
ÖPNV: 
  • Anreise: RE2 oder RB24 bis Lübben
  • Abreise: RB 36 ab Beeskow, RE1 oder S3 ab Erkner
Wegbeschreibung
Etappe 1: Vom Unterspreewald über die Krumme Spree nach Beeskow (ca. 73 km)

Die Etappe startet in Lübben. Die Spreewaldstadt ist per Bahn von Berlin in rund einer Stunde erreicht und lädt mit historischer Altstadt und Schlossinsel zu einem ersten Stopp ein. Über Schlepzig und Leibsch führt die Route in den waldreichen Unterspreewald. Am Neuendorfer See verändern sich Landschaft und Flusscharakter spürbar: Die vielen kleinen Wasserläufe finden wieder zu einem breiten Strom zusammen.

Bei Alt Schadow am Nordostufer öffnen sich weite Blicke über Wasser und Spreewiesen. Am Dorfplatz erinnert ein großer Wels im Wappen an die fischreiche Tradition der Region. Wo der See den Fluss freigibt, beginnt die „Krumme Spree“. Sie windet sich ostwärts durch ein idyllisches Landschaftsschutzgebiet. Trotz teilweiser Begradigung zeugen Altarme von ihrer ursprünglichen Wildheit. Kaum vorstellbar, dass hier einst bis zu 40 Meter lange Lastkähne verkehrten.

Die Spreedörfer Werder, Kossenblatt und Briescht waren eng mit dem Wassertransport verbunden. Schleusen, Wehre und historische Brücken – darunter die rekonstruierte Holzzugbrücke in Briescht – erzählen davon. In Trebatsch wartet mit dem Ludwig-Leichhardt-Museum ein kulturelles Kleinod, gewidmet dem berühmten Australienforscher.
Nachdem der Fluss den Schwielochsee an seiner Nordspitze berührt hat, führt die Route weiter nach Norden. Bei Ranzig lockt die einzige handbetriebene Seilfähre Brandenburgs zu einem Abstecher nach Leißnitz. Ziel ist Beeskow, die „kleine Perle an der Spree“, mit nahezu vollständig erhaltener Stadtmauer, Marienkirche und der imposanten Burg auf der Spreeinsel.
Tipp: Ein genauer Blick auf den Beeskower Markt lohnt. Am Brunnen thront die „Spreefrau“, eine kunstvolle Hommage an den Fluss.

Etappe 2: Von stillen Auen an den Berliner Stadtrand nach Erkner (ca. 72 km)
Beschaulich beginnt die Etappe in Beeskow. Entlang der Spree führt der Weg durch Wiesen und Wälder, vorbei an Dörfern wie Raßmannsdorf und Neubrück. Motorboote sind hier nicht zugelassen, die Ruhe prägt den Abschnitt. In der Drahendorfer Spreeniederung, einem Schutzgebiet mit Altarmen und Feuchtwiesen, lassen sich mit etwas Glück Fischotter, Biber, Nutria oder Eisvögel beobachten.

Bei Kersdorf nähert sich der Oder-Spree-Kanal. Links fließt die naturnahe Spree, rechts verläuft der drei Meter höher gelegene Kanal – dazwischen führt der Radweg durch die Landschaft. Die imposante Kersdorfer Schleuse markiert den Beginn der „Fürstenwalder Spree“, die hier gemeinsam mit dem Kanal für größere Schiffe nutzbar wird.
Nach einer Waldpassage lädt das Spreestrandbad Berkenbrück zur Badepause ein. In Fürstenwalde verbindet sich mittelalterliche Bausubstanz mit Nachkriegsarchitektur und einer schönen Uferpromenade. Am Dom St. Marien fällt der rote Leuchtturm ins Auge, einst an der Ostsee im Einsatz und Zeugnis der Industriegeschichte der Pintsch-Werke.

Hinter der Domstadt beginnt an der Großen Tränke die besonders naturnahe Müggelspree. In Hangelsberg informieren Tafeln über die Renaturierung des Flusses, in Mönchwinkel bietet die Holzbrücke idyllische Blicke ins klare Wasser. Durch die breite Spreeaue wird schließlich Erkner erreicht. Am S-Bahnhof, nahe der Mündung der Spree in den Dämeritzsee, endet die Tour mit bequemer Rückfahrt nach Berlin – oder optionaler Verlängerung auf dem Spreeradweg bis in die Hauptstadt.

Sehenswertes:
  • Lübben: Schlossinsel
  • Schlepzig: Fachwerkkirche
  • Kossenblatt: Schleuse und Wehr
  • Briescht: Zugbrücke
  • Trebatsch: Ludwig-Leichhardt-Museum
  • Leisßnitz: Fähre Leißnitz
  • Beeskow: Historischer Stadtkern, Marienkirche und Burg
  • Kersdorf: Kersdorfer Schleuse
  • Berkenbrück: Strandbad
  • Fürstenwalde: Dom, Leuchtturm, Stadtmuseum und Brauereimuseum
  • Zwischen Fürstenwalde und Hangelsberg: Wehr Große Tränke
  • Mönchwinkel: Spreebrücke Mönchwinkel
Einkehrtipps:
  • Alt Schadow: Forsthaus Tschinka
  • Ranzig: Landfleischerei
  • Beeskow: Stadtcafé, Genuss Werk Stadt, cucina verde Burgcafe
  • Raßmannsdorf: Landhaus Alwine
  • Neubrück: Eiscafé Hartmann
  • Berkenbrück: Landgasthof Spreetal, Strandidyll
  • Fürstenwalde: Zunfthaus 383, Bischofsschloss
  • Hangelsberg: Spree-Curry
  • Hartmannsdorf: Holly´s Galerie Café
  • Burig: Gasthof Falkenhorst
  • Erkner: Eiscafé Bürgerle, DEKAFFEE-Rösterei
Karten/Literatur:
  • Radbroschüre "Dein Rad. Deine Auszeit. Dein Flow.", Online-Shop Seenland Oder-Spree

Gut zu wissen

Ansprechpartner:in

Seenland Oder-Spree e.V.
15907 Lübben (Spreewald)

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15907 Lübben (Spreewald)