© Florian Läufer

Seit über 100 Jahren ist Woltersdorf ein beliebter Ort für Naherholung und eine kleine Auszeit vom hektischen Alltag. Die harmonische Verbindung von Natur und städtischem Leben schafft eine Atmosphäre der Entspannung und des Komforts. 
Die malerische Lage zwischen Kalksee und Flakensee verbindet Gastronomie und Ausflugsziele rund um die Schleuse mit Wanderwegen und Natur.

Erlebe die Ruhe abseits der Stadt und folge dem 66-Seen-Wanderweg durch eine Vielzahl idyllischer Landschaften, entlang unzähliger Seen und eiszeitlich geprägter Natur. 

Die historische Woltersdorfer Schleuse, seit 1882 in Betrieb und handbetrieben, verbindet den Kalksee mit dem Flakensee. Jeder Jahreszeit verzaubert die Umgebung mit schönen Frühblühern, grüner Natur, buntem Laub oder einer weißen Schneeschicht sowie stillen Gewässern. 

Woltersdorfer Schleuse

Woltersdorf

© Steffen Lehmann, Lizenz: TMB-Fotoarchiv

Kalksee (Badesee)

Rüdersdorf bei Berlin

© Florian Läufer, Lizenz: Seenland Oder-Spree

Flakensee (Angelsee)

Woltersdorf

© Ziesig, Lizenz: Seenland Oder-Spree

Seit dem 1. März 2025 sind auf der Woltersdorfer Straßenbahn im Regelbetrieb überwiegend moderne Niederflurfahrzeuge unterwegs. Damit endete nach vielen Jahrzehnten der reguläre Einsatz der bekannten Gothawagen aus DDR-Zeiten.
Ganz verschwunden sind die historischen Straßenbahnen jedoch nicht: Zu ausgewählten Sonderfahrten und besonderen Anlässen kommen die Gothawagen weiterhin auf ihrer altbekannten Strecke durch Woltersdorf zum Einsatz.

Die Fahrt startet am S-Bahnhof Berlin Rahnsdorf. Von dort aus bringt dich die Tram durch den idyllischen Rahnsdorfer Forst bis zur berühmten Woltersdorfer Schleuse. Hier lohnt sich ein Stopp, um das geschäftige Treiben an der historischen Einkammerschleuse aus dem Jahr 1882 zu beobachten.

Nicht weit entfernt findest du die Liebesquelle – einer Legende nach sollen Paare, die von dem Quellwasser trinken, für immer miteinander verbunden bleiben. Ein perfekter Ort für eine romantische Pause! Die natürliche Quelle ist jedoch versiegt, heute steht dort eine Trinkwasserentnahmestelle.

Gleich nebenan geht es auf den Kranichsberg hinauf. Der Aufstieg mag steil sein, doch oben wirst du mit einem spektakulären Blick über Woltersdorf und bis nach Berlin belohnt. Der Aussichtsturm beherbergt zudem ein kleines Filmmuseum, das an Klassiker wie „Das indische Grabmal“ erinnert, die hier in der Region gedreht wurden.

Auch wenn die Gothawagen nun größtenteils in den Ruhestand geschickt wurden, bleibt Woltersdorf ein lohnendes Ausflugsziel – mit oder ohne historische Straßenbahn.

© TMB-Fotoarchiv / Steffen Lehmann

Schon vor hundert Jahren war die Region rund um Woltersdorf ein beliebtes Ausflugsziel für Großstädter. Und das ist es bis heute geblieben. 

Eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten ist der Aussichtsturm auf dem Kranichsberg. Dieser bietet mit seinen 25 Metern Höhe einen beeindruckenden Blick über die wunderschöne Landschaft bis nach Berlin. Im Turm erwartet dich eine Ausstellung zum Thema als Woltersdorf noch Hollywood war…

Aussichtsturm Woltersdorf

Woltersdorf

© Florian Läufer, Lizenz: Seenland Oder-Spree e.V.

historische Straßenbahn in Woltersdorf
© Seenland Oder-Spree / Florian Läufer
  • Woltersdorf ist die kleinste deutsche Gemeinde mit eigener Straßenbahn, der Tramlinie 87.
  • Die Tramlinie verbindet Woltersdorf mit dem S-Bahnhof Rahnsdorf und wurde 1913 eröffnet.
  • Die Woltersdorfer Schleuse ermöglicht seit dem 16. Jahrhundert den Transport von Kalkstein aus Rüdersdorf.
  • Kalkstein aus Rüdersdorf wurde für bekannte Bauwerke wie das Brandenburger Tor und Schloss Sanssouci verwendet.
  • Woltersdorf war ein wichtiger Ort in der deutschen Filmgeschichte, mit Produktionen wie "Die Herrin der Welt" von 1919.
Aussichtsturm auf den Kranichsberg in Woltersdorf
© TMB-Fotoarchiv /Steffen Lehmann
  • Der Kranichsberg beherbergt einen 25 Meter hohen Aussichtsturm und ein Museum zur Filmgeschichte von Woltersdorf.
  • Die Liebesquelle am Kranichsberg war einst ein romantischer Treffpunkt, benannt nach einem Gedichtsvers von August Hannemann.
  • Die St. Michael-Kirche, im neogotischen Stil erbaut, ist ein Wahrzeichen der Stadt mit einem geschnitzten Holzkruzifix aus dem Kloster Maria Laach.
  • Woltersdorf war einst ein Zentrum der Naturheilkunde, mit dem Kurhaus Woltersdorfer Schleuse als bedeutendem Sanatorium.
  • Die Stadt beherbergt auch das Denkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs, mit einem bemerkenswerten Relief des Künstlers Fidus.

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