© TMB-Fotoarchiv / Steffen Lehmann

Kunst und Kulturreiches

in Eisenhüttenstadt

Auch wenn die Stadt an der Oder auf eine vergleichsweise kurze Historie zurückblickt, ist sie doch umso spannender, da sie wohl so eng wie kaum eine andere Stadt mit der DDRHistorie verbunden ist. Als erste sozialistische Planstadt entstand sie ab 1950 als Wohnstadt für die Arbeiter des zur gleichen Zeit neu entstehenden Eisenhüttenkombinats Ost.

Eine Stadtbesichtigung stellt gleichzeitig eine Zeitreise durch die Stilepochen der DDR-Architektur dar und garantiert viele Begegnungen mit zeitgenössischer Kunst aus dieser Zeit, die als Kunst im freien Raum in vielen Straßen und an Hausfassaden zu entdecken ist. Mehr als 100 Werke sozialistischen Realismus, die nach 1950 geschaffen wurden, sind in der ganzen Stadt verteilt und werden seit neustem in einem Flyer sowie einem digitalen Rundgang dargestellt. Die meisten Werke von namhaften Künstlern wie Herbert Burschik, Walter Womacka oder Otto Schutzmeister, konzentrieren sich im Gartenfließ oder in der Lindenallee.

Im Rathaus von Eisenhüttenstadt hängt das wohl mit bekannteste Kunstwerk der Stadt: ein Wandmosaik von Walter Womacka aus 22.593 Natursteinen. Schon oftmals diente es als Kulisse für Dokumentationen sowie Spielfilme, zuletzt für den 2019 erschienen Spielfilm "Und der Zukunft zugewandt". Verschiedene Flyer informieren über die Planstadt, den Ortsteil Fürstenberg (Oder),

Kunst im öffentlichen Raum sowie natur-und erlebnisreiche Orte der Stadt. Zu finden sind die Flyer im Rathaus, der Touristinformation, dem städtischen Museum sowie dem Museum Utopie & Alltag.

Imposante Feuerwehrtechnik

Seit 1992 zeigt eine ständige Ausstellung in einer 700 Quadratmeter großen Halle spezielle Sammlungsgebiete des Feuerlöschwesens vom 16. bis zum 20. Jahrhundert. Die in den 1950er Jahren entstandene Kernsammlung geht auf die Initiativen engagierter Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Fürstenberg (Oder) zurück, die unmittelbar nach dem Ende des 2. Weltkrieges Sachzeugen der Feuerwehrgeschichte vor dem Verlust bewahrten. Mit mehr als 50.000 Ausstellungsstücken zählt diese Sammlung zu den bedeutendsten in Deutschland.

Darüber hinaus bietet das das zertifizierte Feuerwehr- und Technikmuseum den Besucherinnen und Besuchern eine Vielfalt an Angeboten z. B. 2 Dixieland-Konzerte pro Jahr, Lesungen, Workshops, Kinderveranstaltungen im Rahmen der Museumspädagogik, Beteiligung an Festen in und um Eisenhüttenstadt und vieles mehr. Ferner ist das Museum auch in den Fokus für Filmgesellschaften gerückt und wird gerne als Drehort genutzt.

Zu Besuch im historischen Fürstenberg (Oder)

Der historische Stadtteil Fürstenberg blickt auf eine jahrhundertelange Geschichte, die eng mit der Schifffahrt auf der Oder verbunden ist. Als wichtiger Umschlaghafen für Steinkohle und andere Güter aus Schlesien hat sie eine ehrwürdige Tradition. 1961 wurde Fürstenberg als Stadtteil Eisenhüttenstadts integriert und konnte sich trotzdem den 750 Jahre alten Charme erhalten

Stadtgeschichte in Bildern
Im Städtischen Museum und Kunstgalerie können geschichtsinteressierte Gäste die Entwicklung Fürstenbergs und der ersten zehn Jahre der Wohnstadt in einer Dauerausstellung entdecken. Darüber hinaus werden Kunstwerke verschiedener Künstler in wechselnden Kunstausstellungen gezeigt, welche durch die umfangreichen Depotbestände ergänzt werden. Ab dem 2. Oktober präsentiert die Galerie in einer Sonderausstellung eine beeindruckende Fotoauswahl des Eisenhüttenstädter Fotografen Friedrich Peukert. Seine zwischen 1959 und 1990 entstandenen Arbeiten werden unter dem Titel „Fotografiert. Digitalisiert. Wiederentdeckt.“ anlässlich „70 Jahre Werk & Stadt“ gezeigt.

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