Tagestour auf der Märkischen Schlössertour

58,00 km lang
Radtouren
  • 58,00 km
  • Start: Bahnhofstr. 40 Bhf. Briesen (Mark) 15518 Briesen (Mark) Briesen (Mark)
  • Ziel: Trebnitzer Bahnhofstr. 6 Bhf. Trebnitz (Mark) 15374 Müncheberg OT Trebnitz
Preußen per Pedales: eine Auszeit zwischen stillen Seen und Meisterwerken der Baukunst
Diese Tagestour ist ein kuratierter Ausschnitt der mehrtägigen Märkischen Schlössertour: Gutsanlagen, Schlösser und Parklandschaften verdichten sich zu einer lebendigen Erzählung brandenburgischer Kulturgeschichte – mit Wald und Seen, Ordens- und Adelsgeschichte, Orten der Erinnerung und spannender Transformation. Eine inspirierende Radauszeit in ländlicher Ruhe, mit genügend Muße für Pausen, Wasserblicke und vielen kleinen Geschichten am Wegesrand, die lange nachklingen.

Start / Ziel:  Bhf. Briesen / Bhf. Trebnitz
Länge / Dauer: 58 Kilometer / ca.  4 - 4,5 h
Logo / Wegstreckenzeichen: Schlüsselloch mit Krone
Charakter: Die Tagestour verläuft überwiegend auf separaten Radwegen, teilweise auch auf mäßig befahrener Landstraße. Bis auf die Hügel um Seelow ist das Terrain flach.
Diese Tagesetappe lebt von Pausen – Parkwege, kleine Museen, kurze Abstecher ans Wasser.
Verlauf: Briesen, Alt Madlitz, Falkenhagen, Lietzen, Diedersdorf, Seelow, Gusow, Neuhardenberg, Wulkow, Trebnitz (Mark)
Extra-Tipp: Vertiefte Einblicke zu den Stationen gibt der Seenland-Führer „Parks & Gärten“ als idealer Begleiter für die Tour.

An-/Abreise:
ÖPNV:
  • Anreise: RE1 bis Briesen
  • Abreise: RB26 ab Trebnitz 
Wegbeschreibung
Englischer Landschaftsgarten in Alt Madlitz
Der RE1 bringt Radfahrende in rund 45 Minuten von Berlin nach Briesen. Ab hier rollt es in den duftenden Wald. Ein erster lohnender Halt ist das Gut Klostermühle, ein weitläufiges Naturresort am Madlitzer See. Wo zu DDR-Zeiten ein abgeschirmtes Jagdrevier lag, findet sich heute ein harmonischer Ort der Erholung – ideal für eine Pause am Wasser. Wenig später ist der Gutspark Alt Madlitz erreicht. Hier schrieb die Adelsfamilie Finck von Finckenstein preußische Kulturgeschichte mit dem ersten englischen Landschaftsgarten Brandenburgs. Im 18. Jahrhundert wurde das Schloss zum Musenhof, an dem Intellektuelle wie die Humboldts, Brentano und von Arnim Inspiration im Landleben suchten. Die besondere Atmosphäre des romantischen Parks mit Hügeln, künstlichen Schluchten und Sichtachsen ist bis heute spürbar.

Wo einst die Züge fuhren: Naturerlebnis auf der alten Bahntrasse
Über ruhige Landstraßen geht es weiter nach Falkenhagen. Die nahezu überdimensionierte mittelalterliche Kirche zeugt von einstigen Ambitionen des Ortes. Heute laden Eisgarten, Verweilbänke an der alten Ortsbrennerei und kleine Badestellen zur Pause ein. Ein längerer Abschnitt folgt dem Oderbruchbahn-Radweg. Auf der ehemaligen Bahntrasse gleitet der Weg durch die geschwungene Landschaft. Im Naturschutzgebiet Lietzener Mühlental öffnen sich weite Blicke auf eingebettete Seen, begleitet von Reihern, Rohrsängern und rastenden Gänsen.

Stippvisite bei den Templern in einer Umgebung wie gemalt
Die Komturei Lietzen ist die letzte erhaltene Niederlassung des Tempelritterordens in Brandenburg. Das historische Ensemble liegt malerisch an den Uferwiesen des Küchensees und wurde bereits im 13. Jahrhundert errichtet. Seit 1814 wird es von der Familie von Hardenberg bewohnt. Park, Kirche und See laden zum Innehalten ein. Ergänzend bietet der naturbelassene Schlosspark in Diedersdorf mit altem Baumbestand einen ruhigen Zwischenstopp.

Geschichtsträchtige Weitblicke
Die Tour erreicht Seelow, den „Balkon des Oderbruchs“. Am Markt rund um die St. Marienkirche geht es gelassen zu.
Tipp: Ein Abstecher zur Gedenkstätte Seelow und zu den Simonschen Anlagen eröffnet weite Blicke über das Oderbruch. Das größte Schlachtfeld des Zweiten Weltkriegs auf deutschem Boden wird hier eindrücklich und pietätvoll dokumentiert. Das benachbarte Schweizerhaus und die Simonschen Anlagen erinnern an den Bankier Hugo Simon und das gesellschaftliche Leben der 1920er-Jahre.

Finale der Baumeister: von Schinkel bis Lenné
Die Strecke führt schwungvoll in die Niederung. In Gusow lässt sich das Schloss zumindest von außen in die Tour integrieren. In Neuhardenberg wartet mit Schloss, Schinkel-Kirche und Landschaftspark ein klassizistisches Ensemble von Rang. Die Handschriften von Schinkel, Lenné und Pückler-Muskau prägen den heutigen Kulturstandort.
Über Wulkow mit seinem neobarocken Schloss und der spätgotischen Feldsteinkirche führt der Weg zurück nach Trebnitz. Schlosspark, Campus, Gustav-Seitz-Museum, Café und Dorfladen bilden einen offenen und stimmigen Ausklang dieser Reise durch die brandenburgische Kulturgeschichte.

Sehenswertes:
  • Zwischen Briesen und Alt Madlitz: Gut Klostermühle, Gutspark Alt Madlitz
  • Bei Lietzen Naturschutzgebiet Lietzener Mühlental
  • Lietzen: Komturei Lietzen
  • Diedersdorf: Schloss Diedersdorf
  • Seelow: Gedenkstätte Seelower Höhen, Schweizerhaus mit Simonschen Anlagen
  • Neuhardenberg: Schinkel-Kirche, Schloss und Landschaftspark Neuhardenberg
  • Wulkow: Schloss Wulkow
  • Trebnitz: Schloss Trebnitz
Einkehrtipps:
  • Zwischen Briesen und Alt Madlitz: Klosterscheune im Gut Klostermühle
  • Falkenhagen: Eisgarten Buchholz, Schweizer Haus
  • Seelow: Naturkost Nußschale
  • Neuhardenberg: Landgasthaus Brennerei
  • Trebnitz: Kaffee zum Glück, Gasthaus zur Ostbahn
Karten/Literatur:
  • Radbroschüre "Dein Rad. Deine Auszeit. Dein Flow.", Online-Shop Seenland Oder-Spree

In der Nähe

Kontakt

Tagestour auf der Märkischen Schlössertour
Bahnhofstr. 40
15518 Briesen (Mark) Briesen (Mark)