Naturpark Märkische Schweiz

Beschreibung

Brandenburgs kleinster und zugleich ältester Naturpark ist der Naturpark Märkische Schweiz. Auf engstem Raum bietet er fast alle Landschaftsformen der Mark: Seen aller Größen und Formen, die sich mit Feldern, Wäldern, kleinen Hügeln und steilen Schluchten abwechseln. Diese tief eingeschnittenen Trockentäler, die in der Märkischen Schweiz Kehlen (und im Hohen Fläming "Rummeln“) genannt werden, führen nur in Ausnahmefällen Wasser.

Am Schermützelsee liegt das Städtchen Buckow, Brandenburgs erster Kneippkurort. Wegen seiner schönen Lage und der guten Erreichbarkeit wurde Buckow schon im 19. Jahrhundert zu einem der beliebtesten Ausflugsziele der Berliner. Auch die Dichter Adalbert von Chamisso, Theodor Fontane, der Journalist Egon Erwin Kisch, Bertolt Brecht und Helene Weigel entdeckten ihre Liebe zu Buckow, das, eingebettet in den Buckower Kessel, von fünf Seen umgeben ist. Zum Bild der Stadt gehören die alten Ackerbürgerhäuser und Sommervillen. Viele Gebäude, beispielsweise das Brecht-Weigel Haus, sind bereits liebevoll restauriert. Das Literaturmuseum mit Veranstaltungen wie dem Literatursommer ist ein besonderer touristischer Anziehungspunkt. Die traditionellen Buckower Rosentage erinnern an die Bedeutung des Ortes als Rosenzüchterstadt.

In Buckow beginnen zudem einige der schönsten Wanderwege des 150 Kilometer umfassenden Wanderwegenetzes im Naturpark. Ein ausgezeichneter Wanderweg erschließt den Stobber und das Stobbertal. Das klare, schnell fließende Wasser des Flusses und sein kurvenreiches, malerisches Tal bieten für viele seltenen Pflanzen- und Tierarten Lebensraum. Kenner können hier Kostbarkeiten wie Leberblümchen, Lungenkraut und Gelbe Anemone, Flussjungfer, Eisvogel, Biber oder Wasserspitzmaus entdecken. Die einzigen menschlichen Siedlungen im Naturschutzgebiet Stobbertal sind die Pritzhagener und die Eichendorfer Mühle. Weitere Ausgangspunkte für Wanderungen auf dem Wegenetz des Naturparks sind die Ortschaften Waldsieversdorf, Münchehofe, Pritzhagen, Ihlow, Prötzel und Altfriedland. Die Wanderwege sind gut ausgeschildert und mit Bänken, Informationstafeln und Schutzhütten versehen.

Von Garzau über Garzin, Liebenhof, Bergschäferei, Waldsieversdorf, Drei Eichen, Münchehofe nach Obersdorf durchquert der fertig ausgebaute Europäische Radwanderweg R 1 den Naturpark. Beim Durchfahren idyllischer kleiner Dörfer trifft man auf Bauerngehöfte, Gutshöfe, Toreinfahrten und Friedhofsmauern aus Feld- oder Backsteinen und zahlreiche Feldsteinkirchen. Dorfteiche und Streuobstwiesen, alte Feldhecken und die Acker-, Wald- und Seenlandschaft hinterlassen einen bleibenden Eindruck und erinnern so nebenbei an das Jahrhunderte lange Wechselspiel zwischen Mensch und Natur.

14 Fledermausarten gibt es im Naturpark. Die Wochenstube der Großen Bartfledermaus mit über 500 Tieren auf dem Dachboden des internationalen Fledermausmuseums in Julianenhof ist für ganz Deutschland bedeutend.

Fast der gesamte Naturpark ist Europäisches Vogelschutzgebiet. Hier leben Schwarz- und Weisstorch, Rot- und Schwarzmilan, Wespenbussard, Mittelspecht, Seeadler und Kranich, aber auch Flussseeschwalben, Lach- und Silbermöwen und zahlreiche Entenarten. Von den Beobachtungskanzeln an den Altfriedländer Teichen sind im Herbst bis zu 40.000 Saat- und Blessgänse aus Nordeuropa zu erleben. Zuweilen bekommt man auch See- und Fischadler beim Beutefang zu Gesicht.

Altfriedland ist altes Tabakanbaugebiet und Angelparadies. Hier wird alljährlich das Fischerfest gefeiert, in der Klosterkirche finden Sommerkonzerte statt. Am Klostersee gibt es eine attraktive Badestelle. Lohnend sind die Besichtigung des Kreuzgangs und des Refektoriums der Zisterzienser-Klosterruine. Der örtliche Fremdenverkehrsverein bietet Führungen zum alten Pfarrhaus, dem Langen Haus und den alten Tabakscheunen an.

Die Ortschaft Ihlow besitzt einen idyllischen Anger mit mehreren Teichen. In der spätromanischen Feldsteinkirche finden im Sommer Konzerte statt. Das Ortsbild wird vom Gutspark, dem Gutshaus, vielen Feldsteinbauten, Gärten und Beeten, Blumen und Obstbäumen und vom Storchennest bestimmt, in dem jedes Jahr junge Störche aufwachsen. Im Mai/Juni ertönen die „Glocken der Landschaft“: der dunkle Ruf der Rotbauchunken. Fast kein Geheimtipp mehr ist der Gärtnerhof Ihlow mit Hofverkauf, Ferienwohnungen und Landpartien im Pferdewagen.

Im Besucherzentrum "Schweizer Haus" in Buckow informiert eine ständige Ausstellung über Natur und Landschaft der Märkischen Schweiz. Der Eintritt ist frei.

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